Martin Chramosta

Martin Chramosta · Rideau bavard, Pavillon Suisse, Paris, 2018, Modellansicht

Martin Chramosta · Rideau bavard, Pavillon Suisse, Paris, 2018, Modellansicht

Hinweis

Martin Chramosta

Paris — Mit einem ‹Rideau bavard›, einem «beredten Vorhang», reagiert der Basler Künstler Martin Chramosta auf die Wiedereröffnung des 1933 eingeweihten Pavillon Suisse von Le Corbusier in der Cité Internationale Universitaire. Am südlichen Rand von Paris nimmt die Cité jährlich rund 12’000 Studierende und Wissenschaftler/innen auf. Seit 1925 wurden insgesamt 40 Häuser errichtet, die Bibliotheken, Veranstaltungsräume oder Wohnstätten beherbergen. Bietet dieser Campus ein einzigartiges architektonisches Panorama, erzählt er auch von bisweilen turbulenten politischen Geschicken. Im Fall des Schweizer Pavillons spiegeln sich diese in Le Corbusier selbst. 1948 gestaltete er den eleganten ‹Salon courbe› mit der kubistisch anmutenden Wandmalerei ‹La peinture du silence›. Vor dem Hintergrund der erst seit 2002 diskutierten Hitler-affinen Haltung des Architekten fragt nun Chramosta, ob sich das an Picassos ‹Guernica› erinnernde Bild «tiefenpsychologisch als Vertuschungsversuch werten» lasse. Wie in früheren raumfüllenden Arbeiten thematisiert er hier die Instrumentalisierung von Kunst: mit einem «Schleier» aus gestanztem Aluminiumblech, der sich vor dem Gemälde hin- und herschieben lässt, mit aus kleinen Handzeichnungen vergrösserten Hühnern, Spatzen und Tauben.

Bis 
02.12.2018
Ausstellungen/Newsticker Datumaufsteigend sortieren Typ Ort Land
Martin Chramosta 20.10.201802.12.2018 Ausstellung Paris
Frankreich
FR
Künstler/innen
Martin Chramosta
Autor/innen
J. Emil Sennewald

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