Dunkel – Hell

Jean Jacques Lüscher · Die Kunstkreditkommission, 1930, Öl auf Leinwand, 186 x 246 cm

Jean Jacques Lüscher · Die Kunstkreditkommission, 1930, Öl auf Leinwand, 186 x 246 cm

Hinweis

Dunkel – Hell

Basel — Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Kunstkredits wirft die Galerie Müller einen Blick auf die bewegte Zeit der Zwanzigerjahre in Basel und stellt zwei gegensätzliche Fraktionen vor: Die dunkeltonigen Malereien von Jean-Jacques Lüscher, Paul Basilius Barth, Heinrich Müller, Numa Donzé und Otto Roos begegnen den Werken der um rund zehn Jahre jüngeren Begründer der Gruppe Rot-Blau, Hermann Scherer und Albert Müller, die sich in der Nachfolge von E. L. Kirchner einer expressiven Malweise verschrieben hatten. In der damaligen Ankaufspolitik dominierte eine klassische Malerei, in der Nachfolge von Böcklin, Delacroix und Courbet. Erst mit der Schau der Künstler­gruppe ‹Das Neue Leben› in der Kunsthalle brach 1918 das Eis. Beim Ankauf der ‹Toten­insel› von Böcklin durchs Kunstmuseum formierten die Kunstschaffenden einen Protestzug gegen die konservative Ankaufspolitik. Der Titel der Schau ‹Dunkel – Hell› weist auf diese historischen Grabenkämpfe. Sinnigerweise steht nun das Gemälde einer Debatte der Kunstkommission von Jean-Jacques Lüscher von 1930 im Zentrum. Einen Gegensatz dazu bilden die markanten Werke in gesättigten Farben und scharfen Kontrasten der Gruppe Rot-Blau. So auch das bemerkenswerte ‹Atelierfest› von Hermann Scherer, ein Holzschnitt zum Gemälde im Kunstmuseum, das die beiden jung verstorbenen Protagonisten bei einem der legendären Gelage im Studio zeigt. 

Bis 
02.11.2019
Ausstellungen/Newsticker Datumaufsteigend sortieren Typ Ort Land
Dunkel I Hell. Ein Kapitel Basler Kunst 07.09.201902.11.2019 Ausstellung Basel
Schweiz
CH
Autor/innen
Iris Kretzschmar

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