Niklaus Manuel Güdel

Niklaus Manuel Güdel · Superstitions, d’après Goya, 2021, Öl auf Leinwand, Triptychon, 240 x 570 cm. Foto: Pierre Montavon

Niklaus Manuel Güdel · Superstitions, d’après Goya, 2021, Öl auf Leinwand, Triptychon, 240 x 570 cm. Foto: Pierre Montavon

Hinweis

Niklaus Manuel Güdel

Moutier — Künstler und Kunsthistoriker: Kann man wirklich beides sein? Die Antwort auf diese Frage könnte in der aktuellen Ausstellung von Niklaus Manuel Güdel (*1988, Delémont) zu finden sein. Güdel, Direktor des neu gegründeten Institut Hodler, ist selbst Maler. Bisher hatte er seine beiden Tätigkeiten bewusst voneinander getrennt. Mit der Einladung der Kuratorin des jurassischen Kunstmuseums wagt er heute den Schritt in die Öffentlichkeit. Dass Güdel Kunstgeschichte studiert hat, zeigt sich an mehreren Stellen, so zum Beispiel in ‹Superstitions, nach Goya›, ein grossformatiges Triptychon, das sich auf das Gemälde des spanischen Meisters ‹Vuelto de Brujas›, 1797/98, bezieht. Andre Inspirationsquellen sind zeitgenössische Œuvres wie die von Françoise Petrovitch oder Yan Pei-Ming. In seinen Werken versucht Güdel Abstraktion und Figuration zu verbinden, indem er Gegenstände, Figuren oder sogar Tiere in weis­ser Farbe malt, oftmals vor einem kontrastreichen Hintergrund. Mit dem Weiss drückt der Maler die Distanz und das Vergessen aus, geht aber gleichzeitig das Risiko ein, auch die Betrachtenden auf Distanz zu halten. Man spürt, dass Güdel noch auf der Suche ist: Nach vielen Porträts, Genremalerei und Stillleben sind nun in seinen jüngsten Arbeiten die menschlichen Figuren fast verschwunden. Im Katalog schreibt er, dass er «sich heute als das fühlt, was er immer zu sein glaubte, aber nie wirklich war: ein Landschaftsmaler». Affaire à suivre. 

Bis 
13.11.2022
Ausstellungen/Newsticker Datum Typ Ort Land
Niklaus Manuel Güdel — Derrière la couleur 12.06.202213.11.2022 Ausstellung Moutier
Schweiz
CH
Autor/innen
Ingrid Dubach-Lemainque
Künstler/innen
Niklaus Manuel Güdel

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