«Bin beschäftigt» in der Gesellschaft für aktuelle Kunst

John Baldessari · I Am Making Art, 1971, Courtesy Electronic Arts Intermix (EAI), New York

John Baldessari · I Am Making Art, 1971, Courtesy Electronic Arts Intermix (EAI), New York

Hinweis

«Bin beschäftigt» in der Gesellschaft für aktuelle Kunst

Wie der Begriff der Autonomie der Kunst einem ständigen Wandel unterworfen ist, so auch das Verständnis vom «autonomen» Künstler. Die Vorstellung der Autonomie erreichte ihren Höhepunkt mit der Moderne und mit der fast gänzlichen Loslösung von der Auftragskunst. Aber das Bild des autonomen Künstlers im einsamen Atelier gehört einer romantisch-bürgerlichen Vergangenheit an. Die Realität vieler KünstlerInnen heute sieht anders aus. KünstlerInnen passen sich als DienstleisterInnen der Dienstleistungsgesellschaft an oder werden als Rollenmodell für ein den prekären Verhältnissen angepasstes Unternehmertum zitiert. Die einst schärfer gezogenen Grenzen zwischen Künstler und anderen Arbeitstätigen, zwischen Kunstwerk und Alltag verschwimmen. Die Ausstellung befragt solche Verschiebungen, thematisiert, wie die Konnotationen von «Arbeit» und «Freizeit» bzw. «Musse» sind und wie sich der Künstler, die Künstlerin heute in den Arbeitsalltag integriert. Die teilnehmenden KünstlerInnen sind: Francis Alÿs, John Baldessari, Alice Creischer/Andreas Siekmann, Josef Dabernig, Matthias Klos, Aernout Mik, Jean-Luc Moulène, Adrian Paci, Danica Phelps, Reinigungsgesellschaft, Corinna Schnitt, Markus Seidl/Elisabeth Schimana, Antje Schiffers, Annette Weisser/Ingo Vetter. Vorträge zum Grundeinkommen fanden bereits statt, am 30.11. spricht Gerburg Treusch-Dieter über «Das Totalitäre der Arbeit», am 14.12. stellt Adrienne Gohler ihr Buch «Verflüssigungen» vor, am 7.1. findet ein Künstlergespräch mit Antje Schiffers statt und danach kann man einer Improvisationssuite mit Geige und Klavier lauschen. Mit Katalog.

Bis 
06.01.2007

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