The Idea of Africa (re-invented)#1

J.D. Okhai Ojeikere · Old Marina - Lagos,
1965, Fotografie

J.D. Okhai Ojeikere · Old Marina - Lagos,
1965, Fotografie

Hinweis

The Idea of Africa (re-invented)#1

Niemand ist frei von Klischeevorstellungen. Die Werke afrikanischer Künstler irritieren: Keine Bilder von strohgedeckten Hütten, Unterernährung, Ölkrieg oder Korruption. Stattdessen poetische Schwarzweissfotografien moderner Architektur aus den Sechziger- und Siebzigerjahren, jener Zeit als 17 afrikanische Staaten ihre Unabhängigkeit erhielten und den Schritt in eine eigene Moderne antraten. Die klaren, Strukturen von Stadt und Raum zeigenden Fotografien J.D. Okhai Ojeikere sind hier kaum bekannt, denn sie bedienen das gängige Afrikabild nicht. Ganz im Gegensatz zu seinen Fotografien afrikanischer Frisuren, die auf der letzten Documenta zu sehen waren. Die lose Künstlergruppe Invisible Borders, die immer wieder auf dem Landweg durch Afrika reist, verdeutlicht, dass Afrikas Grenzen am Reissbrett gezogen wurden: Sie sind vor Ort unsichtbar, stimmen mit keinerlei topografischer Begebenheit überein. Ein Grenzposten steht mitten in der Pampa. Die fragmentarische Reisedokumentation lässt die Facetten Afrikas greifbar werden. Im Filmraum trifft man auf gewohnte Medienbilder, ist fasziniert von den Menschen, die in der überbordenden Stadt Lagos selbstorganisierte Wirtschaftstrukturen schaffen. Kreativität statt Wohlfahrtsstaat.

Bis 
04.12.2010
Ausstellungen/Newsticker Datumaufsteigend sortieren Typ Ort Land
David Adjaye, J. D. Okhai Ojeikere 21.10.201005.12.2010 Ausstellung Bern
Schweiz
CH
Künstler/innen
J. D. Okhai Ojeikere
Autor/innen
Yvonne Ziegler

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