Urs Frei

Urs Frei · Atelieraufnahme, 2011

Urs Frei · Atelieraufnahme, 2011

Hinweis

Urs Frei

Bunten Schmetterlingen oder Blumen ähnlich kleben x- und ovalförmige sowie mehrgliedrige Bilder in leuchtenden Farben an der Wand. Die bald monochromen, bald vielfarbigen Werke treten wie schwebend in Erscheinung und strahlen eine sinnliche Präsenz aus. Mit ihrem oftmals abstrakten, zeichenhaften Charakter fügen sie sich zum malerischen Raumbild; gleichzeitig eignet ihnen etwas Objekthaftes an. Urs Frei (*1958) arbeitet nicht nach festen Vorstellungen. Der Zürcher Künstler lässt über einen Trichter oder einen alten Kaffeefilter Farben auf die grundierte Leinwand, Holzfläche oder Papier fliessen. Es entstehen Linien von unterschiedlicher Konsistenz, die sich zu Strukturen, Rhythmen und Mustern aus Farbtupfen und -flächen verdichten und in einem eigenen Duktus gehalten sind. Frei, der spätestens seit seiner Bespielung der Kirche San Stae im Rahmen der Biennale Venedig, 1997, bekannt ist, hatte lange Zeit zum Tafelbild ein ambivalentes Verhältnis. Sein Weg reicht von kargen Skulpturen aus Holz und Zement über Schrottassemblagen zu prall gefüllten und verschnürten, mit bunten Lackfarben bemalten Plastiksäcken und auf Holzlatten gestützte Platten. Mit Anklängen an die bricollageartige Konstruktionsweise eines Kurt Schwitters oder an die Drippings von Jackson Pollock scheinen sich die Bilder von Frei im selbstvergessenen experimentellen Spiel zu entfalten.

Bis 
22.12.2011
Ausstellungen/Newsticker Datumaufsteigend sortieren Typ Ort Land
Urs Frei 13.11.201123.12.2011 Ausstellung Luzern
Schweiz
CH
Autor/innen
Dominique von Burg
Künstler/innen
Urs Frei

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