Editorial

Swiss Art Awards/BAK, 2014. Foto: Guadalupe Ruiz

Swiss Art Awards/BAK, 2014. Foto: Guadalupe Ruiz

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Die Staatliche Kulturförderung weist viele Facetten auf. Mindestens so wichtig wie die ausgeschüttete Preissumme sind heute die Präsentationen: Die ‹Swiss Art Awards› parallel zur Art Basel, die unterschiedlichen Vermittlungsformate und die mit den Prämierungen verbundenen Events als nationale Treffpunkte in Basel sowie -
für den ‹Prix Meret Oppenheim› - zeitlich versetzt in Zürich.
Seit 2001 erscheinen die zuvor in 1400 Exemplaren produzierten Kataloge in einer zehnfach höheren Auflage und werden nun zusätzlich über das Kunstbulletin verteilt. Das galt zunächst nur für die ‹Swiss Art Awards›, doch später entschied das BAK - auf Wunsch der Empfänger/innen des ‹Prix Meret Oppenheim› - auch für diese eine Publikation mit fundierten Interviews und Texten zu realisieren. Mit dem Preis werden Kunstschaffende ausgezeichnet, «die über einen langen Atem und die ungewöhnliche Gabe verfügen, Sehen und Denken zu verdichten», so Stefan Banz für die Eidgenössische Kunstkommission im Vorwort der ersten Ausgabe. Für die Gestaltung kommen wechselnde Grafiker/innen zum Zug. Damit fördert das BAK auch eine junge Designszene und über die Kooperation mit Kunstbulletin ein breites journalistisches Netzwerk. Wir nutzen diesen Rückenwind, um künstlerische Fragen wie diejenige aufzugreifen, die bereits Meret Oppenheim in ihrem markanten Baslerdialekt in einem Filmporträt der vom SRF publizierten Reihe ‹Cherchez la Femme› stellvertretend für andere stellte: «Warum macht man Kunst? Weil es in unserer rationalistischen Welt das einzige ist, was uns mit unseren Wurzeln und vielleicht auch mit unserer Zukunft verbindet.»
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine spannende Lektüre und danken allen, die uns auch dieses Jahr mit ihrer Neugierde und ihrem Interesse begleitet haben.

Autor/innen
Claudia Jolles

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