Diversité

Hinweis

Diversité

Chris Zwahlen verteidigt die zeitgenössische Kunst auf einsamer Flur. Kühn hat er vor ein paar Jahren seine Beamtenstelle an den Nagel gehängt, in Orbe am Jurasüdfuss ein lauschiges Landhaus samt zugehörigem Weinberg sanft erneuert und die lichte Bel­etage zur Galerie gemacht. Die Schau ‹Diversité› vereinigt nun erstmals die heterogene Gruppe von Kunstschaffenden, die er seither um sich schart. Nur zur Hälfte finden sich Akademiker darunter: Pierre de St.-Léonard (*1961) und Olivier Company (*1980) wecken dabei mit ihrer unkastrierten Figuration ebenso heftige Emotionen wie sie diese zähmen. Das Duo Sollweid (beide *1966) streut mit seinen uns wie Spiegelbilder anblickenden Pixeltieren leise Zweifel an unserer eigenen Echtheit. Und Delphine Costier (*1977) evoziert mit ihren netzartigen Abstraktionen spannungsreiche mikro- und makrokosmische Assoziationen. Bezeichnend für das Galerieprogramm sind jedoch auch Persönlichkeiten, die spontan zur Kunst kamen oder diese eher privat pflegen: So ist der wichtige Turiner Plastiker Claudio Rotta Loria (*1949) studierter Philosoph und der junge Lausanner Maler und Zeichner Thomas Mustaki (*1990) reiner Autodidakt, während die Grafikerin Barbara Tosatto (*1969) und die Novellistin Sacha Dupré (*n.) schlicht und einfach stets auch malen - malen müssen.

Bis 
12.12.2015

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