Faxen Flausen Firlefanz

Camille Bombois · Le Clown Grock, o. D., Öl auf Leinwand, 46 x 30 cm © ProLitteris

Camille Bombois · Le Clown Grock, o. D., Öl auf Leinwand, 46 x 30 cm © ProLitteris

Hinweis

Faxen Flausen Firlefanz

Zürich — Scheinbar federleicht hängen Stuhl, Handschuhe, Zylinder und Klarinette am massiven Hacken, mit dem einst schwere Skulpturen bewegt wurden. Nun weist dieses Mobile aus originalen Requisiten von Clown Grock (Adrien Wettach, 1880–1959) den Weg in eine poetische Schau aus der Wunderwelt grosser Kleinkunst, für die man sich Zeit nehmen sollte. Dimitri (1935–2016) wird in Filmen und mit seinen eigenen, als «Subjekte» betitelten Skulpturen porträtiert. Vom Schiffersohn und Autodidakten Camille Bombois (1883–1970) verweisen mehrere Ölbilder auf die Welt von Zirkus und Varieté. Bei Pirkko Fleig (*1958) wird ein Briefkasten zu einer Lampe, Kirila Faeh (*1953) lässt aus Alltagsgegenstände eine zarte Tänzerin entstehen. Paul Amar (1919–2017) baute mit seinen ‹Muschelkabinetten› grandiose Tableaus, die in einem abgedunkelten Separée dramatisch beleuchtet werden. Lokal verankert war Roy Boiser, Nachbar des Museums, langjähriger Choreograf am Pfauen und Schauspiellehrer von Claudia Cardinale. Von ihm sind am Ende des Rundgangs der selten gezeigte Film ‹Der rote Blau› und eine Kiste mit Requisiten zu sehen. Man stellt fest: Fröhlichkeit ist eine ernste Sache; was leicht aussieht, muss schwer erarbeitet werden. Wehe, niemand lacht!

Bis 
20.12.2020
Ausstellungen/Newsticker Datum Typ Ort Land
FAXEN FLAUSEN FIRLEFANZ 11.03.202020.12.2020 Ausstellung Zürich
Schweiz
CH
Künstler/innen
Camille Bombois
Autor/innen
Thomas Schlup

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