Body Extensions im Museum Bellerive

Angelo A. Lüdin, Sperrzone, 1995-98, Analoge SW-Fotografie, Gelatine Silverprint auf Leinwand, Keilrahmen, je 140 x 105 cm, Aufl. 3

Angelo A. Lüdin, Sperrzone, 1995-98, Analoge SW-Fotografie, Gelatine Silverprint auf Leinwand, Keilrahmen, je 140 x 105 cm, Aufl. 3

Hinweis

Body Extensions im Museum Bellerive

Der menschliche Körper ist Natur und zugleich Kultur. Das Verhältnis zwischen beiden ist immer wieder heiss umstritten. Die Ausstellung im Museum Bellerive fokussiert den kulturellen Aspekt, geht den unterschiedlichsten Ansätzen nach, wie wir unsere Körper zu verändern, bzw. zu erweitern trachten. Das geschieht im Alltag durch künstlich verlängerte oder üppigere Haare, durch Fingernägel, Schmuck oder High Heels. Unmittelbare Körperveränderungen in Form von Muskelzuwachs werden mittels Bodybuilding oder Brustimplantaten, um den Busen verlockender zu machen, vorgenommen. Der «extended body» spielt in Mode und Kunst, in Comics, Filmen und im Alltag eine Rolle. Die Ausstellung führt heterogene Ansätze vor. Einige beteiligte KünstlerInnen und DesignerInnen sind: As Four, Christobal Balenciaga, Christian Dior, Simon Fraser, Irene Maag, Victorine Müller, Stelarc. Mit einer Publikation in der nach Erklärungsansätzen für das Streben nach dem «extended body» und dem darin enthaltenen Wunsch nach gesteigerter Anziehungskraft und grösserer Macht und Potenz gesucht wird. Zudem wurde ein umfangreiches Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. So findet u.a. am 26.2., 18.30 Uhr, ein von Kurt Aeschbacher moderierter Themenabend zu Schönheit und plastischer Chirurgie statt. Am 18.3., 19.30 Uhr, ist eine Performance der Basler Künstlerin Irene Maag zu sehen, am 2.4. wird eine Modenschau geboten und am 29.4. ein Gespräch zu «Weibliche Erweiterungen. Künstlerinnen und erweiterte Körper». Nach Zürich wird die Ausstellung von Oktober bis Januar 05 im mudac (Musée de design et d’arts appliqués contemporaines) in Lausanne gezeigt.

Bis 
08.05.2004

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