Sichtbarkeiten. Zwischen Fakten und Fiktionen im Edith-Russ-Haus

The Yes Men · "Dow Chemical Identity, BBC World Service", 2004

The Yes Men · "Dow Chemical Identity, BBC World Service", 2004

Hinweis

Sichtbarkeiten. Zwischen Fakten und Fiktionen im Edith-Russ-Haus

Nie zuvor wurde das Leben derart von Medien bestimmt. Heute wählt man Urlaubsdestinationen inspiriert von Filmkulissen aus, erlebt Katastrophen als Reality-TV und kommuniziert in chat rooms. Es gibt kein Jenseits der Medien mehr. Neue Techniken der Bildproduktion, die Dominanz des computergesteuerten Blicks verändern die Sehgewohnheiten, verändern unsere Parameter, auf die Welt zu schauen. Und nicht nur das, die Medien bilden Realität nicht nur ab, sondern konstruieren sie auch und beeinflussen unser Handeln. Die Ausstellung thematisiert die medialen Wirklichkeitsinszenierungen unserer Informationsgesellschaft, hinterfragt den Wahrheitsgehalt und die Verharmlosung der medialen Bilder. Die ausgewählten Arbeiten machen mittels Simulation und Inszenierung Realitätskonstruktionen sichtbar, sie zeigen die Strategien der Inszenierung und Repräsentation auf und verweisen auf den schmalen Grad zwischen authentischer Erfahrung und inszenierter Authentizität. Zugleich werden Gegenstrategien entwickelt und Möglichkeiten zur Partizipation angeboten. Einige der überzeugend ausgewählten Teilnehmenden sind The Atlas Group/Walid Raad, Miriam Bäckström, Marc Lee und Christoph Ganser, Saskia Olde Wolbers, Sean Snyder, The Yes Men. Am 3.3., 20 h, Filmpräsentation von Lynn Hershman Leesons "Teknolust"; am 14.3. Vortrag der Ausstellungskuratorin Sabine Himmelsbach: "Blogs als neues Bürgermedium?", am 17.3., 20 Uhr, Filmpräsentation von "Die Schöpfer der Einkaufswelten" von Harun Farocki. Mit Katalog. Infos unter www.edith-russ-haus.de.

Bis 
18.03.2005

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