Alexander Hahn im Kunstmuseum

Alexander Hahn · «Luminous Point», 2006, Still aus der interaktiven Video-Arbeit, Foto: Annelise Zwez, © ProLitteris, Zürich

Alexander Hahn · «Luminous Point», 2006, Still aus der interaktiven Video-Arbeit, Foto: Annelise Zwez, © ProLitteris, Zürich

Hinweis

Alexander Hahn im Kunstmuseum

Alexander Hahn (*1952) gehört nicht nur zu den profiliertesten Video-Pionieren der Schweiz, sondern auch zu jenen Künstlern, die das Medium als inhaltliche und technische Forschungsplattform zwischen Abbild, Animation und Konstruktion kontinuierlich weiterentwickelt haben. Die «interaktive Gedächtnisarchitektur» des «Luminous Point», 2006, ist denn auch der Höhepunkt der Ausstellung. Charakteristisch ist ein traumartiger Bilderstrom, der in surrealen Wandlungen in ein Kontinuum poetischer, aber auch bedrohlicher Bilder mündet. Diese werden durch die Architektur der Räume - dem digital konstruierten Atelier des Künstlers - zusammengehalten. Kennzeichnend ist die Präsentation aller von Hahn verwendeten Medien von den frühen Aquarellen der siebziger Jahre, über die verblüffenden «Cyborgs» (aus Elektroschrott gebaute Lernmaschinen) bis zu den Inkjet-Prints sowie den jüngsten Video-Projektionen und Plasma-Screen-Arbeiten. Die Ausstellung zeigt, wie sehr Hahns Ansatz ein phänomenologischer ist, wie sehr ihn das Lichtbild in seiner fragilen Existenz zwischen Aufscheinen und Verschwinden, zwischen visueller Präsenz und mentaler Erscheinung interessiert - nicht nur technisch, sondern auch als existenzielle Metapher für die Psyche des Menschen. Der ausgesprochen belesene Künstler erweist sich damit als Vertreter einer Generation, welche die Neuen Medien als Ort der Reflektion über Sein und Nichtsein in realen und virtuellen Räumen begreift. Zu den eindrücklichsten Arbeiten zählt in diesem Kontext die Neuinszenierung des «Bernoulli-Itinerary», 1990, der erstmals als Installation mit zwei Monitoren und zwei von den Raumrändern her eingespeisten Projektionen gezeigt wird. Ab 12.5. im Museum der Moderne in Salzburg.

Bis 
08.04.2007
Künstler/innen
Alexander Hahn
Autor/innen
Annelise Zwez

Werbung