Boden und Wand

Bruno Jakob · Untitled (Horse), 2003. Foto: Peter Puntener

Bruno Jakob · Untitled (Horse), 2003. Foto: Peter Puntener

Hinweis

Boden und Wand

Die Flatness, vom amerikanischen Kritiker Clement Greenberg als Grundkonstante moderner Kunst vorgestellt, ist Bezugspunkt der aktuellen Ausstellung im Helmhaus. Der zweidimensionale Bildträger wird thematisiert, allerdings nicht als non plus ultra, sondern als variable, zu erkundende, vielfältig einsetzbare Vorgabe. Flächen können hängen, liegen, stehen, man kann sie falten, stapeln, zerknüllen oder zerreissen und mit anderen Medien verbinden. Der Gastkurator Roman Kurzmeyer stellt sieben Positionen «transmedialer abstrakter Malerei» vor, wozu er auch Installationen, Videos und Objekte rechnet - so wie sich alle Teilnehmenden auch als Maler verstehen. Der in New York lebende Schweizer Künstler Bruno Jakob bspw. setzt die Fläche als Schutz und Spiegel gleichermassen in der Begegnung mit einem Schimmel in freier Wildbahn ein. Im Helmhaus zeigt Jakob einen Raum, dessen Wände und Luft mit Gedanken bemalt sind. Zudem stellt er von Schnecken gestaltete Papierarbeiten vor. Der texanische Künstler Duane Zaloudek repräsentiert weiss in weiss gemalte Aquarelle im Rahmen einer Installation: Auf bronzenem Tisch steht eine Kirschbaumkassette, in der sich ein Aquarell befindet. Auf einem Stuhl sitzend kann man es betrachten. Weitere Teilnehmende sind u.a. Polly Apfelbaum, Katharina Grosse, Christine Streuli, Niele Toroni.

Bis 
28.03.2009

Publikation in der edition fink

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