John M Armleder

John M Armleder · Jelinek, MC, 2011

John M Armleder · Jelinek, MC, 2011

Hinweis

John M Armleder

John M Armleder absorbiert nonchalant Stilvorlagen aus der Kunstgeschichte, um sie in einer lakonischen und fast schon dandyesk distanzierten Haltung in seine eigenen Arbeiten zu integrieren. Lange bevor mit Designteilen oder verfremdeten Alltagsgegenständen Recycling in der Kunst eine breit geübte Praktik wurde, verwendete er in seinen ‹Furniture Sculptures› seit den Achtzigerjahren ausrangierte oder delogierte Möbelstücke und kombinierte diese zu Objekten von hybrider Identität. So beispielsweise in ‹Jelinek›: Zwei grosse Deckenleuchter mit integrierten Neonröhren erhellen ein minimalistisch wirkendes Tafelbild und werfen geometrische Schatten an die Wand. Der Titel bezieht sich auf den Herkunftsort der Lampen: Armleder erwarb sie im Café Jelinek in Wien, einem Ort mit spezifischem Lokalkolorit. Solche aphorismenhaften Erzählungen liegen auch anderen Exponaten zugrunde: beispielsweise den roten Teppichrollen ‹MC›, die aus einer Maurizio-Cattelan-Ausstellung in der Kunsthalle Basel stammen. Mit diesen und jüngeren Arbeiten des Schweizers - wie den Murano-Glasobjekten von 2011 - starten die Innsbrucker Elisabeth & Klaus Thoman ihre neue Galerie in Wien. Für die ins monumentale gesteigerten Werke bieten die weit dimensionierten Räume mit den grossen Portalfenstern ein perfektes Ambiente.

Bis 
02.03.2012
Ausstellungen/Newsticker Datumaufsteigend sortieren Typ Ort Land
John M Armleder 09.11.201103.03.2012 Ausstellung Innsbruck
Österreich
AT
Künstler/innen
John M Armleder
Autor/innen
Patricia Grzonka

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