Mimi von Moos

Mimi von Moos · Installation für namenlose Geschichten 2, 2012, Detail

Mimi von Moos · Installation für namenlose Geschichten 2, 2012, Detail

Hinweis

Mimi von Moos

Mimi von Moos hat vor einem Jahr mit der Installation für namenlose Geschichten eine dokumentarische Arbeit geschaffen, in der sie unterschiedlichste Fundstücke aus einer ihrer Sammlungen auslegte, die alle mit ihren konkaven Formen auf Gefässe anspielten. Wie Pandoras Büchse beherbergen die Objekte unterschiedlichste Geschichten und setzen diverse Erzählstränge frei. Unter dem Tisch mit der Auslegeordnung zeigte sie auf einem Video Bilder der Orte, wo sie in den vergangenen 25 Jahren all die einzelnen Objekte gefunden hatte. Parallel war auf einer Grossleinwand ein Video zu sehen, in welchem eine Person die einzelnen Fundstücke betastete und dazu Geschichten erzählte und dadurch den Objekten neues Leben einhauchte.
In ihrer neuesten Arbeit, der ‹Installation für namenlose Geschichten 2›, einer Installation
verschwindender Spuren, geht von Moos einen Schritt weiter. Sie arbeitet immer noch mit Fundstücken, hat jetzt aber viele in Gips gegossen, um dadurch stärker die formale Bedeutung des einzelnen Objektes und weniger dessen verborgene Geschichte ins Blickfeld zu rücken. Dabei geht es ihr um die Auseinandersetzung mit der Präsentation einer Sammlung und der Verknüpfung zwischen ihr, der Sammlerin, und der Welt, die sich ausserhalb der Sammlung weiterentwickelt. Die Objekte verbindet sie mit Fotografien von Landschaften, in die sie die Fundstücke integriert und ihnen damit ihren früheren Kontext partiell zurückgibt.
Parallel zeigt sie auf den Wänden der Galerieräume Spuren ihres eigenen Körpers, den sie ebenfalls als eine Landschaftsmetapher versteht. Trotz der Fülle an Referenzen ist man als Betrachter überrascht ob der Dichte und Konzentration, die von den einzelnen Elementen, von den Gipsobjekten, den Fotografien und den Körperspuren ausgeht. Und ist auch erstaunt, wie präzis nicht nur die Aspekte und Zusammenhänge des Sammelns untersucht werden, sondern auch dessen Wirkung in Räumen, in Bezug auf uns Menschen und die uns umgebende Welt.

Bis 
13.04.2012
Ausstellungen/Newsticker Datumaufsteigend sortieren Typ Ort Land
Mimi von Moos 16.03.201214.04.2012 Ausstellung Basel
Schweiz
CH
Autor/innen
Simon Baur
Künstler/innen
Mimi von Moos

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