Berrada / Blankenstein

Heiko Blankenstein, Be Brave, 2016, Tinte, Farbstift, Acryl auf Papier, 150 x 277 cm

Heiko Blankenstein, Be Brave, 2016, Tinte, Farbstift, Acryl auf Papier, 150 x 277 cm

Hinweis

Berrada / Blankenstein

Man wähnt sich bei Cousteau in einer Forschungsstation auf dem Meeresboden, hier im Tiefparterre des Kunstraums Kreuzlingen, zwischen den Säulen des niedrigen Kellers der ehemaligen Fabrik an der Bodanstrasse, durch eine einzelne Glühbirne mehr ent- als beleuchtet. In dunkelblauen Unterwasserlandschaften wuchern orange Röhrenkorallen, wachsen weisse Nadeln zur Silhouette einer mittelalterlichen Stadt, steigen silberne Kugeln Raketen gleich auf ihrer Blasenspur nach oben. Hicham Berrada lädt uns mit den alchimistischen Filmbildern seiner ‹Présages› ein, Werden und Vergehen zu beobachten. Im hellen Parterre präsentiert Heiko Blankenstein mit ‹Who needs ­gravity anyway› eine Welt voller astronomischer und kosmologischer Phänomene. ‹Blume/Stern› birgt als raumfüllende Installation aus Holzlatten, Leuchtröhren und Kabeln im Innern ein kantiges Objekt, dem Morgenstern auf der Plattenhülle von REM's ‹Automatic for the People› nicht unähnlich. Die Darstellung der Sonne in ihrer frühesten Gestalt? Eine vergleichbare Form taucht zeichnerisch aus dem an eine Langzeitbelichtung des Nachthimmels erinnernden Bild ‹Be Brave› auf, stark und klar und schwarz und weiss. Reste unseres Sonnensystems kurz vor dem endgültigen Verlöschen?
A long time ago in a galaxy far away...

Bis 
18.03.2018

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