In guten und schlechten Zeiten

Chiharu Shiota · Waiting, 2002, Produktion im Hof des Museums für Neue Kunst Freiburg/B © ProLitteris

Chiharu Shiota · Waiting, 2002, Produktion im Hof des Museums für Neue Kunst Freiburg/B © ProLitteris

Hinweis

In guten und schlechten Zeiten

Unter der Leitidee ‹In guten und in schlechten Zeiten. Wie was bleibt› befragt das Museum für Neue Kunst Freiburg die eigene Arbeit. Das experimentelle Format involviert auf anspruchsvolle Weise. Wer die sinnlich-inhaltliche Verbindung einer Ausstellung auf Werkebene schätzt, muss umdenken. Denn fünf unterschiedliche Werke aus der Sammlung wurden ausgesucht und die jeweiligen Künstler/innen gebeten, für ihre Werkpräsentation ein Gegenüber vorzuschlagen. Nach langer Absenz ist Chiharu Shiotas Installation aus schwarzen Fäden und verkohlten Schulstühlen wieder zu sehen. Erst mit dem Ankauf konnte die Installation 2012 abgebaut und eingelagert werden. Nun hat die Künstlerin sie wieder aufgebaut und die Spanierin Pilar Millán als Pendant gewählt: Sie zeigt das feine Wirken und die Produktionsbedingungen von Weberinnen in Spanien, Mali und anderswo. Georg Winter lässt sein aktiv benutzbares «musée social» von jungen Künstler/innen während der Öffnungszeiten weiterspinnen. Ein Dokumentationsraum mit Texten sowie Film- und Audiodateien ermöglichen es, Entstehung, Konservierung und Kontext der Werke zu erforschen. Langfristiges Ziel ist es, das Museum als sozialen und reflexiven Ort weiterzuentwickeln. Der Anfang ist gut gesetzt.

Bis 
02.04.2018

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