Tour de Suisse

Friedrich Wilhelm Moritz (1783-1855) · Bauernfamilie beim Tischgebet, 1841/42, Aquarell, Gouache und Bleistift auf Papier, Museum zu Allerheiligen Schaffhausen

Friedrich Wilhelm Moritz (1783-1855) · Bauernfamilie beim Tischgebet, 1841/42, Aquarell, Gouache und Bleistift auf Papier, Museum zu Allerheiligen Schaffhausen

Hinweis

Tour de Suisse

Eine ‹Grand Tour› in der Kammer präsentiert das Museum Allerheiligen mit einer Auswahl von gut 180 Werken Schweizer Kleinmeister, die unseren Blick auf die Epoche zwischen 1770 und 1850 lenken, die Zeit der klassischen Bildungsreisen. Wir blicken in Bauernstuben, staunen über die bis ins Tal herunter reichende Zunge des Rhonegletschers, bewundern den stiebenden Rheinfall und sind Zeugen des ersten Unspunnenfestes 1805. Die Stadt Zürich ist mit mehreren Ansichten vertreten, an denen sich ihre baulichen Veränderungen ablesen lassen. Wenn Caspar Leontius Wyss 1791 den Blick aus dem Osten auf die Stadt Neuenburg mit dem Zusatz «en Suisse» ergänzt, so hat das einen historischen Hintergrund, gehörte der Kanton Neuenburg doch bis Mitte des 19. Jahrhunderts zu Preussen. Abraham Samuel Fischer hingegen lässt uns 1785 auf den Stockzähnen lächelnd an einer buntgemischten Kurgesellschaft in Leukerbad teilhaben. Und es lohnt sich, gut hinzuschauen und die bereitgestellten Lupen zu benützen. Diese Bilder - technisch gesehen kolorierte Umrissradierungen - waren die Ansichtskarten jener Zeit; präzise gezeichnet und luzide aquarelliert. Heute haben wir einförmige Insta-Feeds. Fortschritt?

Bis 
02.04.2018
Autor/innen
Thomas Schlup

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