Klaudia Schifferle

Klaudia Schifferle · O. T. (NY), 1982, Öl und Pastellkreide auf Papier, 42,5 x 35 cm © ProLitteris

Klaudia Schifferle · O. T. (NY), 1982, Öl und Pastellkreide auf Papier, 42,5 x 35 cm © ProLitteris

Hinweis

Klaudia Schifferle

Zürich — Es ist eine lustvolle Ausstellung voller Entdeckungen, eingebettet in ein kontrastreiches Setting: In der herrschaftlichen Villa von Thomas Ammann Fine Art am Zürichberg zeigt Klaudia Schifferle (*1955) eine breite Auswahl von Werken aus den frühen 1980ern – aus der Zeit von «Züri brännt», als die Künstlerin auch als Bassistin der Frauen-Punkband Kleenex international Erfolge feierte. Malend und zeichnend, mit Kunstlack oder Collage-Elementen, erschuf sie parallel in ihrem kleinen Zürcher Atelier eine Welt aus skurril langgliedrigen Kreaturen und «drolligen» Abstraktionen, gespickt mit Elementen aus Comic oder Stammeskunst. Einzelne Objekte von damals sowie Dutzende Gemälde und Zeichnungen kommen nach einer langen Zeit in Schifferles Lager nun erstmals wieder an die Öffentlichkeit. Sie wirken frisch und entlocken immer wieder ein Schmunzeln. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass die Heiterkeit auch subversiv sein kann, etwa wenn die abstruse Verrenkung zweier geschlechtsloser Figuren ablenkt von dem Dolch, den die eine auf die andere gerichtet hat. Beziehungs- und Identitätsfragen – innermenschliche, zwischenmenschliche und solche von Mensch zu Tier – scheinen hier in buntem Gewand aufzutreten. Zeitlose Themen in junggebliebene Bilder gebannt. 

Bis 
31.03.2020
Ausstellungen/Newsticker Datumaufsteigend sortieren Typ Ort Land
ImmerNimmer und ImmerSchlimmer 03.02.202031.03.2020 Ausstellung Zürich
Schweiz
CH
Autor/innen
Deborah Keller
Künstler/innen
Klaudia Schifferle

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