Andreas Frick

Andreas Frick · aus der Serie ‹Spassegiada›, 2022, Papier, 42 x 29,7 cm. Foto: S. Hasenböhler

Andreas Frick · aus der Serie ‹Spassegiada›, 2022, Papier, 42 x 29,7 cm. Foto: S. Hasenböhler

Hinweis

Andreas Frick

Basel — «Auf Autodächern kommt Schnee in die Stadt / auf der zweitobersten Stufe einer kleinen Steintreppe, die zum Fluss hinab führt, liegt ein dichtes Knäuel pinkfarbener Papiergirlanden / In den Vorgärten die ersten Krokusse»: Solch alltäglich-poetische Beobachtungen erscheinen und verblassen in der Videoinstallation ‹Im Vorübergehen›, 2022/23, die den Auftakt zur Ausstellung von Andreas Frick (*1964, Arbon) in der Galerie Marianne Grob macht. Dreht sich diese Arbeit eher um den städtischen Raum, sind andere Werke während Fricks Aufenthalt im Atelier da Giast in Sta. Maria Val Müstair entstanden. In der Serie ‹Spassegiada›, 2021, kombiniert der Künstler geografische, historische und kulturelle Fundstücke seiner Erkundungsspaziergänge durch den geschichtsträchtigen Ort. Auf leeren, teils linierten Blättern fixiert und schichtet Frick Auszüge aus Reiseführern, Bergpanoramen, Abdrücke von Gräsern und Rinde, Referenzen auf Fresken aus dem Kloster Müstair sowie der dort üblichen Votivgaben. Diese Sedimente der Erinnerung entfalten sich behutsam, bespielen und durchdringen das Papier. Akute Relevanz hat zudem die Bleistiftzeichnung ‹Landschaft II›, 2004: Darauf zu sehen ist das Panorama einer Gletscherzunge, eingefroren im Moment, Sinnbild für die vergangene Zeit wie auch Reservoir dessen, was noch kommen mag. 

Bis 
31.03.2023
Ausstellungen/Newsticker Datum Typ Ort Land
Andreas Frick — Spassegiada 28.01.202331.03.2023 Ausstellung Basel
Schweiz
CH
Künstler/innen
Andreas Frick
Autor/innen
Martina Venanzoni

Werbung