«Alles Abfall? Recycling im Design» im Museum Bellerive

Ulrike Petri ? Handtasche aus recyclierter Plastiktüte u. Handtaschenbügelverschluss © Museum Bellerive

Ulrike Petri ? Handtasche aus recyclierter Plastiktüte u. Handtaschenbügelverschluss © Museum Bellerive

Hinweis

«Alles Abfall? Recycling im Design» im Museum Bellerive

Der Müll, den die hochzivilisierten Gesellschaften produzieren, wird zunehmend zum Problem. Es sind aber nicht nur die fatalen Folgen, mit denen man sich beschäftigt, Müll bietet sich auch immer wieder als unerschöpfliches Material-Lager für künstlerische Produktionen an. Die Ausstellung im Museum Bellerive geht der Verwendung von Abfall im Bereich des Designs nach, wobei unterschiedliche Formen des Recyclings zum Zuge kommen: das sichtbare Recycling, bei welchem die Abfälle auch im neuen Produkt sichtbar bleiben – wovon das unsichtbare Recycling abzusetzen wäre. Das Re-Design nimmt statt eines Dinges eine alte Gestaltungsidee wieder auf. Eine weitere Variante besteht darin, Dinge aus dem Brockenhaus einfach zu übernehmen aber neu zu arrangieren. Man kann auch eine ganze Ästhetik, beispielsweise die der siebziger Jahre wieder aufleben lassen. Oder man stellt aus menschlichen oder tierischen Körperabfällen neue Dinge her. Einige Beteiligte sind: atelier recycling@rt, Bagira, Beyond Design, Jörg Bonner, Ulrike Petri, Puma, Reebok, Zumbühl und Birsfelder. An der Recycling-Bar unterhalten sich Anja Reincke und Peter Stohler jeweils um 18.30 Uhr mit Designern, Künstlern und Wissenschaftlern über ihre Motivation mit Abfall zu arbeiten: Am 2.4. berichtet Aline Ozkan, Grafik-Designerin, HELLO Design und HELLO AGAIN Recycling über die Faszination des Brockenhauses, am 16.4. führt das Künstlerpaar Lang/Baumann in die Faszination für die siebziger Jahre Ästhetik ein, am 30.4. spricht Walter Maurer, Designer, Army Recycling Collection über Armeechic. Ein Symposium findet am 7./8.4. statt. Es befasst sich mit Reinigungs- und Verschmutzungs-Tendenzen in den Bereichen Kunst, Architektur und Design. Mit Publikation und kleinem feinem Brockiführer für Zürich. Im salle de bains zeigt die Zürcher Video- und Performance-Künstlerin Doris Schmid bis zum 30.3. eine Video- und Klanginstallation, welche die Abgründe des Spiegelbildes auslotet.

Bis 
10.05.2003

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