Kai Althoff und Abel Auer im Diözesanmuseum

Abel Auer/Kai Althoff ? Die Krippe, verschiedene Materialien, 2003

Abel Auer/Kai Althoff ? Die Krippe, verschiedene Materialien, 2003

Hinweis

Kai Althoff und Abel Auer im Diözesanmuseum

An manchen Orten wird mühsam nach Kontextualisierungen für Kunstprodukte gesucht. Damit hat das Diözesanmuseum für christliche Kunst keine Mühe. Der Leiter Peter Steiner und die Kuratorin Petra Giloy-Hirtz laden in ihrer Reihe «Junge Kunst» Künstler und Künstlerinnen ein, sich mit dem Ausstellungsort im Bischofssitz, mit dem katholischen Geist, der in den Mauern steckt, zu beschäftigen. Das Museum auf dem Domberg, das eines der grössten kirchlichen Museen ist und über mehr als 10.000 Stücke christlicher Kunst verfügt, wird als Schnittstelle verstanden, zwischen dem, was war, und dem, was sein wird. Die zwei Künstler, welche die aktuelle Ausstellung bestreiten, fügen sich bestens in dies Konzept ein. Während Abel Auer im Norden Deutschlands gemalte, fiebrig psychedelische Traum- und Gebirgslandschaften zeigt, die aber doch auch Paradiesisches anklingen lassen, stellt Kai Althoff (*1966 in Köln), der sich auch einen Namen als Elektronik-Musiker machte, düster schöne Malcollagen vor, die bedeutungsträchtige Titel tragen wie «Palmsonntag», «Bekehrung» oder «Freunde, die ihr nie kennen werdet, zu eurem Schaden». Gemeinsam bauten die beiden eine lebensgrosse Krippe aus Sperrmüll für das Museum, das eine Sammlung historischer Weihnachtskrippen besitzt. Das Jesuskind als Mülleimer dürfte in dieser Sammlung noch nicht vorhanden sein. Ab 10.5. werden historische und zeitgenössische Positionen zum Thema «Maria, das Bild der Muttergottes» gezeigt. Infos unter www.dioezesanmuseum-freising.

Bis 
05.04.2003
Institutionenabsteigend sortieren Land Ort
Dombergmuseum Deutschland Freising
Künstler/innen
Kai Althoff
Abel Auer

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