«out of print» im Museum für Gestaltung

Leseraum

Leseraum

Hinweis

«out of print» im Museum für Gestaltung

Nicht alles, was (auch namhafte) Künstler herstellen, landet im Museum. Vieles wird nicht wahrgenommen oder der Weihen der auratischen Kunst-Räume nicht für Wert erachtet. Dass wir nun dennoch vom offiziellen Kunstbetrieb nicht gesammelte Produkte von beispielsweise Christian Boltanski, Marcel Broodthaers, Daniel Buren, John Cage, Marcel Duchamp oder Andy Warhol sehen können, ist Guy Schraenen zu verdanken. Der belgische Verleger, Essayist, Filmemacher, Produzent von Radiosendungen und freischaffender Ausstellungskurator hat weibliche Autorschaft zwar offensichtlich weiterhin ausgeschlossen, wusste aber auf anderem Gebiet seinen Blick zu erweitern. Er sammelte Künstlerpublikationen aller Art, Visuelle Poesie, Mail Art, Multiples, Editionen, Zeitschriften, Objekte und Plakate, die mittlerweile als charakteristische Produktion für die künstlerischen Bewegungen der sechziger und siebziger Jahre angesehen werden. Zusammen mit Anne Marsily gründete Schraenen 1974 ein Archiv, das über 35.000 Objekte aus den Jahren 1960–1980 umfasst und heute dem Neuen Museum Weserburg in Bremen gehört. Das Museum für Gestaltung zeigt eine Auswahl von 700 Arbeiten und hat als zentrale Installation einen Leseraum mit Dokumentationsmaterial, Ansichtsexemplaren, Künstlerbüchern und Sekundärliteratur aufgebaut. Mit umfassendem Rahmenprogramm.

Bis 
17.05.2003

Werbung