«Entfernte Nähe...» im Haus der Kulturen

Shadi Gahdirian: Domestic Life, 2002, grossformatiger Farbdruck

Shadi Gahdirian: Domestic Life, 2002, grossformatiger Farbdruck

Hinweis

«Entfernte Nähe...» im Haus der Kulturen

In enger Zusammenarbeit mit der iranisch-libanesischen Kuratorin Rose Issa, einer Expertin arabischer und iranischer Kunst, stellt das Haus der Kulturen iranische Gegenwartskunst vor. Was könnte das sein? Wie sieht die Kunstproduktion eines Landes aus, das wie kaum ein zweites vom Krieg gebeutelt und politischen Wirren ausgesetzt war. Zudem leben viele KünstlerInnen im Exil, sind nur noch aus der Ferne der Heimat nah. Iranische Künstler, so lautet der Pressetext, decken Paradoxien der iranischen Verhältnisse auf. Sie haben - in Auseinandersetzung mit Zensur, Geldmangel und fehlender Infrastruktur - eine künstlerische Sprache entwickelt, welche die Trennung zwischen Wirklichkeit und Fiktion aufhebt und die Vergangenheit als Teil der Gegenwart begreift: Das Leben wird in den Stoff der Kunst verwoben. Während die Kunst im Iran vor allem metaphorisch ist, wählen die Künstler der Diaspora einen eher konzeptuellen Weg, lassen sich aber gleichzeitig von der im Iran entwickelten hintergründigen Sprache inspirieren. Die Ausstellung zeigt Videoarbeiten, Fotos, Installationen und Filme von 19 KünstlerInnen iranischer Herkunft. Bekannte Namen unter den Teilnehmenden sind beispielsweise Shirin Neshat, die an der Dokumenta präsent war, oder Abbas, der Magnum-Fotograf, oder Siah Armanjani, der sich seit Jahrzehnten im Zwischenfeld von Architektur, Mobiliar und Skulptur aufhält. Andere sind (noch) unbekannt wie die Fotokünstlerin Mitra Tabrizian oder die Comiczeichnerin Marjane Satrapi. Einige weitere Namen sind: Khosrow Hassan Zadeh, Ali Mahdavi. Dazu gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm - Führungen und Gespräche seitens der teilnehmenden Künstler, eine Filmreihe, ein Musik- und Theaterprogramm und Diskussionen.

Bis 
08.05.2004

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