Zeljka Marusic & Andreas Helbling im Museum zu Allerheiligen

Zeljka Marusic/Andreas Helbling: montes negros, 2003, Videoinstallation

Zeljka Marusic/Andreas Helbling: montes negros, 2003, Videoinstallation

Hinweis

Zeljka Marusic & Andreas Helbling im Museum zu Allerheiligen

«Es tagträumt sich leicht im Augenorgan, es taucht sich schön in schwimmenden Erinnerungen, im Meer dort draussen, im immer gleichen und immer anderen.» So liest man im neu erschienenen Buch «Die schöne Augengrotte» von Zeljka Marusic (*1967 in Kroatien) & Andreas Helbling (*1967 in Schaffhausen). Das erfolgreiche Künstlerpaar, das gemeinsam mit Lisa Schiess die Schweiz an der 9. Internationalen Kunstbiennale von Kairo vertreten hat und von der internationalen Jury der Biennale ausgezeichnet wurde, zeigt nun die Augengrotte in leicht veränderter Form anlässlich der Verleihung des Manor-Kunstpreises Schaffhausen. Es handelt sich um eine begehbare höhlenartige Konstruktion, die mit einfachsten Mitteln wie Paletten, Dachlatten und gebrauchten Kartons gefertigt ist. Verbunden über ein Zwischenteil nimmt sie den ganzen Wechselsaal des Museums ein. Innen besteht sie aus einem grottenartigen Labyrinth, in welchem verschiedene Videos gezeigt werden: suggestive, der Zeit enthobene Bilder, die Gefühle der Sehnsucht, der Erinnerung und des Traums wecken. Als schaute man aus einem geborgenen, engen Raum in die Weiten des Unbegrenzten hinaus, als müsste man die Enge und Geborgenheit erst aufwändig konstruieren, um das Andere, das Offene und Weite erleben und zulassen zu können. Ohne das eine funktioniert scheints das andere nicht. Am 1.4. findet um 12.30 Uhr die Präsentation des höhlenartig durchlöcherten Buchobjekts und ein Werkgespräch mit dem Künstlerpaar statt.

Bis 
17.04.2004

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