Editorial

Jérémie Gindre · Komm doch mit zu mir (Alien), 2005, Installationsansicht Kunsthaus Baselland, Muttenz, Foto: S. Hasenböhler

Jérémie Gindre · Komm doch mit zu mir (Alien), 2005, Installationsansicht Kunsthaus Baselland, Muttenz, Foto: S. Hasenböhler

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Preise gibt es viele. Greifbar sind jedoch nur diejenigen, bei welchen nicht nur Preisgelder ausgeschüttet, sondern auch weitere Vernetzungsplattformen, örtliche Kunstinstitutionen oder publizistische Begleitpublikationen mit einbezogen werden. Einen neuen Weg schlägt nun das «Bundesamt für Kultur» unter Andreas Münch zusammen mit der «Eidgenössischen Kunstkommission» unter der Präsidentin Jacqueline Burckhardt ein. Mit einer Publikation, die hier erstmals beiliegt, sollen die PreisträgerInnen des «Prix Meret Oppenheim» eine nachhaltigere Resonanz erhalten. Diese neue Interviewreihe gefällt uns sehr! Einerseits, weil sie diesen Preis, der sich explizit an Kunstschaffende, KuratorInnen und ArchitektInnen über 40 Jahre richtet, in den Fokus nimmt und gezielt fördert. Andererseits weil die Überlegungen der Jury in die ausführlichen Interviews einfliessen und nachvollziehbar werden. Und letztlich auch aus formalen Gründen, die Roland Barthes als Forderung in Bezug auf die Medien in seiner «Chronik» 1978/79 wie folgt formuliert hatte: «...dem Prestige grosser Proportionen zu widerstehen, und so den Eifer der Medien bremsen, das Ereignis selbst zu erzeugen...». Damit passt die vom Künstler Stefan Banz gestaltete Publikation des BAK bestens zum Kunst-Bulletin und bietet den LeserInnen einiges. Beispielsweise erfährt man, wie ein Wolkenkratzer in Lausanne während einigen Tagen zu einem Heiligenschein gekommen ist, wie eine Alphütte in Amden zur temporären Behausung einer bleichen lebensgrossen Puppe eines polnischen Künstlers geworden ist oder wie Bilder zur Dematerialisierung einer architektonischen Hülle und gleichzeitig zur Sichtbarmachung von Wissen, Kultur und Geschichte beitragen können. Weitere kostenlose Exemplare der Publikation zum «Prix Meret Oppenheim 2004» über das BAK, E-Mail: swissart@bak.admin.ch / Tel. +31 322 89 83 oder die Redaktion. Claudia Jolles

Didier Rittener | Cécile Mainardi: l&acuteun est artiste, l&acuteautre écrivain. À lui le domaine des images, à elle celui des mots. L&acuteun et l&acuteautre privilégient la pratique de la récupération, de la reproduction, du recyclage poétique et imagé. Lorsqu&acuteils conçoivent les quatre pages en français (du présent numéro), le langage devient figure, la graphie sensible dessin et l&acuteimage vocable expressif. La collaboration entre Didier Rittener et Cécile Mainardi, commencée en 2004 alors qu&acuteils se trouvaient en résidence à la Villa Arson à Nice, se poursuit à l&acuteoccasion de l&acuteexposition de Didier Rittener, au Musée des beaux-arts de Lausanne.Cécile Mainardi y fera une lecture, intitulée «Golden Lady, du recyclage des images et des mots», celle-ci sera suivie d&acuteune discussion avec Didier Rittener.

Exposition: «Eccentric Society», Prix culturel Manor Vaud, Musée cantonal des beaux-arts, Lausanne, du 9 avril au 15 mai; Neue Kunst Halle de St. Gall du 2 septembre au 6 novembre.

Lecture: Musée cantonal des beaux-arts, en collaboration avec la Bibliothèque cantonale et universitaire, Lausanne, jeudi 28 avril à 19h.

Didier Rittener (*1969, Chateau-d&acute&#140x): Interventions in Progress, Attitudes, Genève, 2004; «Mais il est déjà trop tard», Néon, Lyon, 2003; «Nuits blanches», Circuit, Lausanne, 2001.

Cécile Mainardi, écrivain et poète (*1966, Paris), a publié: «Grièvement» (1992), «L&acuteArmature de Phèdre» (1997), «La Forêt de Porphyre» (1999), «La Blondeur» (2004). Françoise Ninghetto

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