Gakona

Roman Signer · Regenschirme, 2009. Courtesy Galerie Art:Concept, Paris.?Foto: André Morin

Roman Signer · Regenschirme, 2009. Courtesy Galerie Art:Concept, Paris.?Foto: André Morin

Hinweis

Gakona

Konstruktion, Risiko, Erfolg: Anlässlich der Bestätigung als Direktor des Palais de Tokyo für weitere drei Jahre setzte Marc Olivier Wahler Eckwerte. Man wolle Dynamik erzeugen, von allem sprechen, nur nicht von Kunst. Das pendelt bisweilen etwas zu schwungvoll zwischen Spektakel, Science und Schüler­spass. Derweil baut Wahlers Team intensiv am Denk-, Schau- und Diskussions-Tank - vom Künstlergespräch bis zur Sommeruniversität, vom Sammler-Spa bis zum Art Club. Aktuelles Jahresthema: Was ist ausserhalb des Sichtbaren zu finden? «Gakona» findet Strom. In dem gleichnamigen Dorf in Alaska unternimmt das amerikanische Militär anhand der Theorien von Nikola Tesla (1856-1943) «High-frequency Active Auroral Research» (HAARP), um Elektrizität über die Ionosphäre um die Welt zu schicken. Dazu räsonieren die Künstler: Enorm Roman Signers «Parapluie I», bei dem 1,2 Millionen Volt einen Lichtbogen zwischen Regenschirmspitzen spannen. Minimalistisch Ceal Floyers per Dia projizierter Lichtschalter. Schön die Gerüst-Installation «HAARP» des Duchamp-Preisträgers Laurent Grasso. Spannend Micol Assaëls den Besucher elektrostatisch aufladende Installation. Wird die thematische Gruppierung dem Einzelwerk auch nicht immer gerecht - man kann staunen, lernen, Spass haben im Palais. Und findet dazwischen manchmal gute Kunst.

Bis 
02.05.2009

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