Übersetzungsparadoxien und Missverständnisse

Christoph Keller · Interpreters, 2008, Video­installation

Christoph Keller · Interpreters, 2008, Video­installation

Hinweis

Übersetzungsparadoxien und Missverständnisse

Anders als die meisten anderen Länder definiert sich die Schweiz nicht über eine Sprache und Kultur, sondern über deren vier: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Die schweizerische Sprachenvielfalt ist vor allem territorial bedingt. Im zweiten Teil der Projektlinie «Übersetzungsparadoxien und Missverständnisse» setzt sich die Shedhalle explizit mit der hiesigen Situation auseinander. Die weist neben den genannten eine Vielfalt weiterer Sprachen auf, von Tamil bis Russisch und Thai. Auch zwischen Mundart und Schriftsprachen wird unterschieden. Die Ausstellung stellt diverse Mikro-Recherchen, Videoarbeiten und eine ausgreifende Audioinstallation, die sich mit dem sprachregionalen Schweizerischen Phänomen auseinandersetzen, vor. Der in New York lebende österreichische Künstler Rainer Ganahl beispielsweise hat für «Züridüütsch» 25 Interviews geführt. Thema waren der Zugang und die Prägung durch einen lokalen Dialekt. Die in Santiago de Chile geborene und in Genf lebende Ingrid Wildi setzte sich in einem Workshop mit San Papiers mit der illegalen Einwanderung auseinander und der in Zürich geborene, in London lebende Uriel Orlow hat sich mit der Gesprächskultur des legendären Café Odeon auseinandergesetzt. Einige weitere Teilnehmende sind: Kristina Ask, Mads Rasmussen, Christoph Keller, Thomas Korschil/Eva Simmler.

Bis 
25.04.2009

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