Der Geschmack von Diderot

Chardin · Le panier des pêches, raisin blanc et noir, avec rafraîchissoir et verre à pied, 1759, Öl auf Leinwand, 38,5x47 cm. Foto: Gérard Blot

Chardin · Le panier des pêches, raisin blanc et noir, avec rafraîchissoir et verre à pied, 1759, Öl auf Leinwand, 38,5x47 cm. Foto: Gérard Blot

Hinweis

Der Geschmack von Diderot

«O Chardin! Ce n'est pas du blanc, du rouge, du noir que tu broies sur ta palette: c'est la substance même des objets, c'est l'air et la lumière que tu prends à la pointe de ton pinceau et que tu attaches sur la toile.» Wogen der Begeisterung gehen hoch vor dem ‹Pfir-
sichkorb› des Angerufenen in der neuen Schau der Hermitage, die über siebzig bedeutende Zeugnisse der Malerei und Skulptur der französischen Aufklärung vereinigt. Hörführer erfüllen darin die Funktion, die in freiem Ton gehaltenen Kritiken erschallen zu lassen, die Denis Diderot anlässlich der Präsentation dieser Werke in den Salons 1759-1781 für die international vertriebene Zeitschrift ‹Correspondance littéraire› verfasst hatte. Ohne Furcht vor Folgen in Paris konnte er frisch von der Leber weg loben - oder tadeln. Die Schau artikuliert sich um die drei Maximen, die Diderot zur Beurteilung ent-
wickelt hatte: Wahrheit, Moral und - als höchstes Kriterium - Magie. Aus heutiger Sicht frappiert, wie nahe uns Diderot damit immer noch ist. Ab in die Hermitage: Gezeigt wird grosse Kunst und grosses Sprechen über Kunst, genährt von der intensiven Forschung zur Genese des modernen Kunstbetriebs in den entscheidenden Jahren nach 1750, gemeinsam mit dem Musée Fabre in Montpellier fast einschüchternd perfekt inszeniert und reflektiert.

Bis 
31.05.2014

Katalog in Vorbereitung

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Le goût de Diderot 07.02.201401.06.2014 Ausstellung Lausanne
Schweiz
CH

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