Alina Mnatsakanian

Alina Mnatsakanian · Rural Movement, Digitalfotografie, 2010

Alina Mnatsakanian · Rural Movement, Digitalfotografie, 2010

Hinweis

Alina Mnatsakanian

Der Dodo war ein flugunfähiger Vogel, der auf den Inseln im Indischen Ozean lebte. Als europäische Seefahrer die Inseln entdeckten, brachten sie Ratten und Schweine mit, die den Dodo jagten. Seit 1690 gilt er als ausgestorben. 1865 erhielt er in dem Buch ‹Alice im Wunderland› ein zweites Leben. Nun lässt Alina Mnatsakanian (*1958) den Dodo erneut aufleben. Als Kunstschülerin zeichnete sie ein Dodo-Küken, das aus dem Ei bricht. Um den Hals hängt ein Schildchen: Limited Edition. Humorvoll spielt sie mit dem Thema Bedrohung und Vernichtung. Ein Thema, das in ihrem Werk eine besondere Bedeutung hat. Mnatsakanian wuchs als Kind armenischer Eltern in Teheran auf. In einer Ausstellung, die an den Genozid an den Armeniern vor hundert Jahren erinnert, hat die heute in Neuchâtel lebende Künstlerin eine Reihe von Arbeiten versammelt, welche die Themen Völkermord, Vertreibung, Heimatlosigkeit umreissen. Ihr Zugriff ist dabei persönlich, aber nie sentimental. Die Fotoserie ‹Rural Movements› hat sie in Armenien aufgenommen. Die in Bewegung aufgenommenen, verwischten Bilder zeigen abstrakte Farbspuren, in die sich mit viel Phantasie bewegte Baumkronen oder rote Mauern hineinlesen lassen. Die Fotos bleiben im Ungefähren und somit ein Bild für einen schwer zu fassenden Begriff von Heimat.

Bis 
29.04.2015
Ausstellungen/Newsticker Datum Typ Ort Land
Alina Mnatsakanian 04.03.201530.04.2015 Ausstellung Bern
Schweiz
CH
Autor/innen
Alice Henkes
Künstler/innen
Alina Mnatsakanian

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