Hanna Roeckle, Jocelyne Santos, Bardula, Serena Amrein

Hanna Roeckle · Crystalline Needle, 2018, Lack auf GFK, je 160 x 42 x 44 cm. Foto: Peter Hunkeler

Hanna Roeckle · Crystalline Needle, 2018, Lack auf GFK, je 160 x 42 x 44 cm. Foto: Peter Hunkeler

Serena Amrein · Twist 1, 2017, Pigmentpulver auf Baumwollgewebe, 130 x 110 cm

Serena Amrein · Twist 1, 2017, Pigmentpulver auf Baumwollgewebe, 130 x 110 cm

Hinweis

Hanna Roeckle, Jocelyne Santos, Bardula, Serena Amrein

Zürich — Die erste Ausstellung der Reihe ‹100% ♀› mit internationalen Künstlerinnen ist der geometrischen und konzeptuellen Kunst gewidmet. Neben Hanna Roeckle präsentieren Serena Amrein (*1964, Sursee), Jocelyne Santos (*1952, Paris) und Bardula (*1965) ihre Arbeiten, die sich durch formale Forschungen, Rhythmus und Strukturen auszeichnen. Während für Hanna Roeckle die Zeichnung eine Station auf dem Weg ist, tief in die Geheimnisse der kristallinen Konfigurationen einzudringen, ist sie für Serena Amrein als konstituierendes und bildprägendes Element sowohl eine Raumerkundung als auch ein Erkenntnismittel. Damit ringt sie um die Darstellung des Nicht-Darstellbaren. Auch die kristallinen Bilder auf Plexiglas der belgischen Künstlerin Bardula gehen auf geometrische Regelwerke zurück, die, mit LEDs verstärkt, atmosphärische und räumliche Wirkungen erzeugen. Die Streifenbilder und die kubischen Holzobjekte der französischen Künstlerin Jocelyne Santos spielen mit Überlagerungen von Farbe und der Reflexion des Lichts. Zwei pfeilartig in die Höhe strebende Objekte von Hanna Roeckle, genannt Crystalline Needles›, 2018, nehmen die Mitte des Ausstellungsraums ein. Wie ihr Name sagt, erinnern sie an Kristalle, die in einer Höhle entdeckt wurden. Je nach Lichteinfall entfalten sie ein effektvolles Spiel von changierenden Farben in Blau-, Kupfer-, oder in Grün- und Goldtönen. Ein ebenso geheimnisvolles Farbenspiel aus diversen schimmernden Nuancen strahlt die Stele ‹Column gemini green›, 2015  aus. Sie thront auf einem hohen Sockel und besteht aus fünf liegenden, aufeinandergestaffelten, grünen Polyedern. Auch sie tendiert dazu, unendlich in die Höhe zu streben, können doch ihre Bestandteile unbegrenzt aufeinandergestapelt werden. Die Polyeder beruhen auf den Strukturen sowohl von Kaleidoskopbildern als auch von Kristallen und Quasikristallen. Eine quasi kristalline Geometrie weisen Ornamente unzähliger orientalischer Bauten auf, die in einer aperiodischen Struktur angeordnet sind. Diese spielt in der Arbeitsweise von Hanna Roeckle eine bedeutende Rolle, da sie gerne kaum zu bemerkende Irritationen einschmuggelt. Die einzelnen Polyeder korrespondieren wiederum mit den Wandskulpturen ‹Rosetta›, 2017/18. Dies veranschaulicht, dass alles im Schaffen der Künstlerin im Hinblick auf das Ineinanderwirken von Körpern und Raum miteinander verwoben ist. Dadurch entstehen durch die Verbindungen mit bereits vorhandenen Werken ständig neue Konstellationen.

Bis 
18.04.2019
Institutionenabsteigend sortieren Land Ort
BEGE Galerie Deutschland Ulm
Galerie La Ligne Schweiz Zürich
Ausstellungen/Newsticker Datumaufsteigend sortieren Typ Ort Land
Hanna Roeckle 16.03.201904.05.2019 Ausstellung Ulm
Schweiz
CH
1 x 100 % Women (Hanna Roeckle / Serena Amrein / Jocelyne Santos / Bardula) ) 16.02.201918.04.2019 Ausstellung Zürich
Schweiz
CH

Werbung