Landon Metz und Barbara Stauffacher Solomon — Dichte Freiheit

Landon Metz · Untitled, 2019, Farbe auf Leinwand, 98 x 123 cm, Courtesy Galerie von Bartha

Landon Metz · Untitled, 2019, Farbe auf Leinwand, 98 x 123 cm, Courtesy Galerie von Bartha

Barbara Stauffacher Solomon · Supercloud 21, 2020, Tusche, Grafit und Farbstift auf Papier, 27,9 x 21,5 cm, Courtesy Galerie von Bartha

Barbara Stauffacher Solomon · Supercloud 21, 2020, Tusche, Grafit und Farbstift auf Papier, 27,9 x 21,5 cm, Courtesy Galerie von Bartha

Besprechung

Die Galerie von Bartha in Basel stellt zwei künstlerische Posi­tionen unterschiedlicher Generationen aus den USA einander gegenüber. Beide arbeiten zweidimensional, aber mit dem Raum: Landon Metz und Barbara Stauffacher Solomon. Der Kontrast zwischen ihnen eröffnet ein lebendiges Spannungsfeld.

Landon Metz und Barbara Stauffacher Solomon — Dichte Freiheit

Basel — Zu einem Rechteck zusammengestellte und mit farbiger Flüssigkeit gefüllte Plastikflaschen sind auf dem Boden des Ateliers aufgereiht. Landon Metz (*1985, Phoenix, Arizona) trägt triefende Farbe pur mit einem Schwamm auf eine Leinwand auf, die flach auf dem Boden liegt. Der Künstler ist höchst konzentriert und bewegt das mit dunklem Blau vollgesogene Medium über den weissen Stoff, als wäre es seine eigenen Hand. Seine Praxis scheint routiniert und prozesshaft. Es entstehen rhythmisch-seriell angeordnete Elemente, fast plastisch anmutende, biomorph abstrakte Formen, die sich wie künstliche Organe atmosphärisch in den Raum hinaus wölben. Derzeit lebt der junge, bereits bekannte Künstler in New York. In seiner Ausstellung ‹Euphoria› in Basel zeigt er eine komplett neue Werkgruppe von zwölf Malereien. Die Geschichte hinter seinen Arbeiten verwebt sich mit seiner eigenen Handschrift. Die subtil im Bild manifestierte Formensprache erzählt womöglich von den kurvigen Felsgipfeln seiner Heimat. Inneres und äusseres Auge treten in eine dynamische Sym­biose. Systeme werden in den Bildern hinterfragt und neu erschlossen, die Natur mag dabei eine Metapher sein für die Ursprünglichkeit der Malerei selbst.
Barbara Stauffacher Solomon (*1928, San Francisco) verbindet in ihrem Schaffen pionierhaft Kunst und Landschaftsarchitektur. Sie studierte Grafikdesign an der Kunstgewerbeschule in Basel beim berühmten Designer Armin Hofmann, bei dem auch das Galeristenpaar Margareta und Miklos von Bartha später gelernt hatte. Zurück in Amerika begann Solomon 1962 ihre Karriere in einem Architekturbüro, für dessen Bauprojekt ‹Sea Ranch› sie das berühmte Logo mit «Swiss Touch» entwarf. Nachdem sie dann mit ihren architektonischen «Largescale»-Entwürfen international erfolgreich geworden war, arbeitete sie später freier. Bis heute experimentiert sie mit Farben, Linien und Formen – «ernsthaftes Spielen» nennt sie es. Die Ausstellung ‹GROP – Green Rectangle of Paradise› bei von Bartha, kuratiert von der deutsch-polnischen Designerin und Kuratorin Matylda Krzykowski, zeigt Malereien und Zeichnungen von den 1980ern bis heute. Ihre kürzlich fertiggestellte Serie ‹Alas, Ger Pink Ass Asked for Cash› wird erstmals gezeigt, ebenso eine extra für die Schau konzipierte «Supergraphics» im häufig von Solomon verwendeten US-amerikanischen Standard-Briefformat. Die Auswahl beleuchtet die Suche der Künstlerin nach dem, was hinter dem Sichtbaren liegt.

Bis 
08.05.2021
Ausstellungen/Newsticker Datum Typ Ort Land
Landon Metz 06.03.202108.05.2021 Ausstellung Basel
Schweiz
CH
Barbara Stauffacher Solomon 06.03.202108.05.2021 Ausstellung Basel
Schweiz
CH

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