«No Mad''s Land. Zeitgenössische Kunst aus Zentralasien» im Haus der Kulturen der Welt

Ulan Japarov, Lied der Sklaven
Fotografie, Schwarzweiss

Ulan Japarov, Lied der Sklaven
Fotografie, Schwarzweiss

Hinweis

«No Mad''s Land. Zeitgenössische Kunst aus Zentralasien» im Haus der Kulturen der Welt

Lange Zeit ein weisser Fleck auf der Landkarte der Kulturen sind die Länder Zentralasiens plötzlich ins Interesse der Öffentlichkeit gerückt. Nach 1991 entwickelte sich in Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan und Tadjikistan eine vitale und explosive Szene. Im Spannungsfeld ökonomischer Umwälzungen, wiederauflebender Traditionen und verkrusteter Strukturen politischer Macht entstand eine kulturelle Aufbruchsstimmung, die sich in unterschiedlichsten Medien und Materialien entlud. Die Kunst der postkommunistischen Staaten nimmt Bezug auf die surrealen gesellschaftlichen Verhältnisse, betreibt eine radikale Identitätssuche, reagiert mit dem Rückzug auf private Mythologien und unternimmt eine Spurensuche in der eigenen Geschichte. Sie zitiert nomadische Traditionen und hinterfragt sie zugleich in neuen Interpretationen. Einige teilnehmende KünstlerInnen sind: Askhat Akhmedyarov (*1965, Kasachstan), Ablakim Akmullaev (*1965, Kasachstan), Sergey Maslov (1952, Kasachstan), Shallobek Jeckshenbaev (*1947, Kirgisistan), Hakim Tourdiev (*1957, Usbekistan, lebt in Holland). Die Kuratorinnen sind Valeria Ibrayeva, Leiterin des Soros Centers for Contemporary Art in Almaty, Kasachstan und Sabine Vogel, Journalistin und Kunsthistorikerin aus Berlin. Mit Katalog, der ausführlich über Kultur und Gesellschaft informiert.
Bis 20.5.

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