Kreuz und Kruzifix im Diözesanmuseum

Goldblattkreuz, Landsberg am Lech-Spötting, Lkr. Landsberg am Lech, Mitte 7. Jh.n.Chr., Gold, L. 6,2 cm, Archäologische Staatssammlung München, Museum für Vor- und Frühgeschichte

Goldblattkreuz, Landsberg am Lech-Spötting, Lkr. Landsberg am Lech, Mitte 7. Jh.n.Chr., Gold, L. 6,2 cm, Archäologische Staatssammlung München, Museum für Vor- und Frühgeschichte

Hinweis

Kreuz und Kruzifix im Diözesanmuseum

Darf man Kreuze in Schulzimmern aufhängen oder nicht - diese Debatte hat in Deutschland jüngst die Gemüter bewegt. Das Dombergmuseum führt nun umfassend in die Kreuzesthematik ein und zeigt in einer grossen kulturhistorischen Ausstellung Kreuze aus vier Jahrtausenden und vier Erdteilen, aus Ägypten, Mexiko, Äthiopien, Russland und Westeuropa. Sie stammen aus Klöstern und Domen, sind Meisterwerke romanischer oder gotischer Skulptur, es handelt sich um Buchmalereien, barocke Hausaltäre oder einfache Holzkreuze vom Strassenrand. Seit dem 5. Jahrhundert tauchte das Kreuz als Zeichen des Sieges und der Hoffnung auf, auch als Zeichen des Kosmos wurde es gesehen. Doch seit 1200 wurden Kreuze überwiegend als Kruzifixe gebildet und zeigten den gemarterten Leib des Gekreuzigten. Der Ausdruck des Leidens begann den von Kosmos und Leben zu ersetzen. Die Ausstellung möchte beitragen, dass das Kreuz wieder positiver und freudiger gesehen wird. Zu dem Zweck zeigt das Diözesanmuseum als eines der grössten kirchlichen Museen Europas ca. tausend Exponate auf 1600 qm. Die jüngste Arbeit stammt von Mischa Kuball, «Crosses 2005», das älteste stammt aus der frühen Eisenzeit in Plästina 1200 vor Christus. Mit Katalog. (siehe auch die Ausschreibungen)

Bis 
02.10.2005
Institutionenabsteigend sortieren Land Ort
Kolumba Deutschland Köln
Künstler/innen
Mischa Kuball

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