Suzette Beck in der Stadtbibliothek/Kunsthalle

Suzette Beck · Fragmente aus dem Projekt Erlesene Bilder, 2002-2004, Laserprints 29,7 x 42 cm

Suzette Beck · Fragmente aus dem Projekt Erlesene Bilder, 2002-2004, Laserprints 29,7 x 42 cm

Hinweis

Suzette Beck in der Stadtbibliothek/Kunsthalle

Suzette Beck (*1966, lebt in Winterthur) beschäftigt sich nicht nur mit Bildern, zugleich ist sie an deren Umsetzung in Sprache interessiert. Dem Hin und Her von Wort und Bild gilt ihre Recherche. So startete die Künstlerin im letzten Sommer ein Projekt, bei dem sie Personen einen grau gestrichenen Holzrahmen in die Hand drückte und sie aufforderte, im Sulzer Areal ihr ?Stadtbild? zu finden, indem sie den Bildausschnitt mit ihrer Lieblingssicht füllten. Diese Auswahl sollten sie dann mündlich beschreiben und Suzette Beck hielt das Ganze fest, auf Tonträger und auf Fotos. In der Stadtbibliothek Winterthur wird das Projekt nun dokumentiert. In der Kunsthalle ist eine Weiterführung dieses Vorläufers zu sehen. Beck hat ausgewählte Personen gebeten, ein Bild, das ihnen lieb ist und das sie gern anschauen, möglichst genau zu beschreiben. 42 Sprachfähige beteiligten sich, wählten Postkarten, Kinderzeichnungen oder Pressebilder aus und liessen Beck ihren Text zukommen. Die versuchte, sich eine Vorstellung der Bilder zu machen und schnitt im Verlauf des Jahres 2003 Pressebilder aus verschiedenen Tageszeitungen aus, die sie an die Beschreibungen erinnerten. Anschliessend bearbeitete sie die gesammelten Medienbilder auf dem Computer. Die Bilder, die so entstanden, nennt sie «Assoziationsfetzen». Zusammen mit den Texten werden sie in der Kunsthalle präsentiert - als hätte jede Bildbeschreibung, so die Künstlerin, ?eine Gruppe von vergeschwisterten neuen Bildern um sich geschart?. Ein bisschen fühlt man sich an ein Spiel erinnert, in dem sich im Kreis stehende Kinder einen Satz weiterflüstern. Das Endprodukt ist im Vergleich zur Anfangsnachricht häufig kaum wieder zu erkennen, aber eine verwandte Stimmung, eine undefinierbare Ähnlichkeit bleibt. Am 7.5., 14-17 Uhr, zeigt die Künstlerin nicht ausgestellte Bildgruppen. Kunsthalle bis 21.5.

Bis 
02.06.2005

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