Guido Nussbaum in der Stiftung Hans-Trudel-Haus

GUIDO NUSSBAUM · Sphärenregression, 2000-2006, 65 x 81 cm, Ölfarbe auf Leinwand

GUIDO NUSSBAUM · Sphärenregression, 2000-2006, 65 x 81 cm, Ölfarbe auf Leinwand

Hinweis

Guido Nussbaum in der Stiftung Hans-Trudel-Haus

«Nach wie vor Weltkarten» nennt der Basler Künstler Guido Nussbaum (*1948) seine Ausstellung und weist damit darauf hin, dass er sich auch nach 20 Jahren immer noch mit dem Globus befasst. In der lapidaren Wortwahl klingt aber auch etwas von der «Arbeiter»-Mentalität an, die dem einstigen PdA-Politiker auch als Künstler eingeschrieben ist. Angefangen hat die «Globalisierung» 1988 mit einer Videoskulptur, die das Bombierte der TV-Bildschirme zu einer Kugel erweiterte und darin die Welt als live gefilmter Globus zeigte (zurzeit in «Videokunst» in Luzern zu sehen). Seither malt er die Eurosphäre, die Osterinseln, die Ozeane und Kontinente in Serie. Er malt sie ins Viereck, als Tondo, gross und klein, einfach und vervielfacht, von nah und von fern, gelb und blau, grau und orange ? in allen Farben. «Was ich mache, sind Variationen», sagt er. Nussbaum ist kein virtuoser Maler. Wer jedoch entdeckt, wie er Licht-Spots und Verdunkelungen setzt, wie er Land und Meer malerisch nivelliert, wie er da und dort «Strafaktionen» durchzieht - etwa indem er die USA verschwinden lässt -, wie er die Wissenschaft aufs Korn nimmt, die uns Atommodelle in allen Farben schildert, wie er die Erdkrümmungen in Blickvariationen ummünzt, den packt die Faszination an der vielschichtigen Persönlichkeit Nussbaums, der gerade durch sein Beharren und seine Ungeschliffenheit aus anonymen Kontinenten lebendiges Weltgeschehen macht.

Bis 
24.05.2008
Künstler/innen
Guido Nussbaum

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