Wir sehen nur, was wir sehen können ...

Pipilotti Rist, Porträt: Raphael Zubler Werkaufnahmen: A la belle étoile/ Unter freiem Himmel, 2007, Paris, Videostills

Pipilotti Rist, Porträt: Raphael Zubler Werkaufnahmen: A la belle étoile/ Unter freiem Himmel, 2007, Paris, Videostills

PIPILOTTI RIST · A la belle étoile/Unter freiem Himmel, 2007, Audiovideoinstallation, Projektion auf die Place Beaubourg, Centre Pompidou, Paris. Foto Georges Meguerditchian

PIPILOTTI RIST · A la belle étoile/Unter freiem Himmel, 2007, Audiovideoinstallation, Projektion auf die Place Beaubourg, Centre Pompidou, Paris. Foto Georges Meguerditchian

Fokus

Ein Jubiläum verdient eine Denkpause. Wir haben deshalb Pipilotti Rist im Atelier besucht und ein Gespräch über Teamwork, Inspiration, Ängste und Farben geführt.

Wir sehen nur, was wir sehen können ...

Ein Gespräch mit Pipilotti Rist

Teamwork
CJ Das Kunst-Bulletin ist ein kleiner Betrieb, in dem es vielleicht ähnliche Potentiale und Probleme gibt wie in deinem Atelierbetrieb. Darum beginnen wir mit der Frage nach dem gemeinsamen Arbeitsprozess. Du hast dich immer als Teamworkerin vorgestellt, welches sind die wichtigsten Voraussetzungen, damit das gut funktioniert?
PR DieZusammenarbeit hier verläuft immer sehr freundschaftlich. Wenn Probleme da sind, geben wir uns Mühe, sie aus dem Weg zu arbeiten. Wichtig ist, dass man sich respektiert und jeder seine Qualitäten ausleben kann. Es muss ein gutes Karma fliessen. Sehr viele Künstler arbeiten in Teams, aber im Gegensatz zum Film, bei dem im Rolltitel immer alle Namen genannt werden, gibt es in der Kunst diese Tradition nicht, die Beteiligten werden oft verschwiegen - weil man auf Geniekult setzt. Es gehört zu meiner Tradition, immer alle zu nennen. CJ Von aussen betrachtet denkt man, in diesem Haus an der Zypressenstrasse, in dem so unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler zusammen und nebeneinander arbeiten, müsse so etwas wie eine kollektive Energie entstehen ...
PR Ich wollte anfangs auch häufig richtige Kollaborationen machen, aber die Perzeption von aussen hat das verhindert. Ich habe mit Guggi (Anders Guggisberg) zusammengearbeitet, aber sein Name wurde immer wieder verschwiegen, was für beide nicht angenehm war. Die Einsicht, dass Kollaborationen eigentlich nicht möglich sind, dass man keine Chance hat, als gleichberechtigtes Paar wahrgenommen zu werden,war schmerzhaft.Wie ich jetzt hier arbeite, sind die Machtverhältnisse nun klar definiert. Aber darin liegt noch immer ein riesiges Spielfeld. Ökonomisch betrachtet sah der Prozess so aus: Zu Beginn wurde Arbeit mit Arbeit abgegolten, später, als ich mehr verdiente als andere, habe ich Geld fliessen lassen. Das Geld wird dann Zeichen für Wertschätzung. Ich vergleiche die Arbeit hier mit einer Filmproduktion, die vom gemeinsamen Einsatz aller Beteiligter abhängt. Aber am Schluss muss ich den Kopf hinhalten.

Partizipation
BP Deine Arbeiten werden in einer Art Teamwork produziert, aber sie sind nicht partizipativ angelegt in dem Sinn, dass die Handlungen anderer die eigentliche Arbeit erst ausmachen.
PR Meine Arbeit bringt Leute zusammen in einer gemeinsam erlebten Landschaft oder Gedankenblase. Dabei ist es mir sehr wichtig, dass alle selbst bestimmen, wie sie sich im Raum verhalten. Im Kino schauen alle genau in dieselbe Richtung, in meinen Installation flaniert man miteinander - das ist das höchste der Gefühle an Partizipation. Mich interessieren die Rituale zum Werk hin. Wenn eine Person ein Museum besucht, übt sie ein Ritual aus, indem sie sich für ihre Gefühle oder ihr philosophisches Bewusstsein eine Auszeit nimmt. Für das MOMA in New York baue ich jetzt am teuersten Ort der Stadt eine Art Liegewiese. Da sind schon partizipatorische Überlegungen drin, aber extrem antiautoritär. Ich spiele die Rituale des Museums mit, aber breche sie auch.

Presse
BP Deine Erfahrungen mit der Presse sind schlecht, was die Wahrnehmung von Kollaborationen betrifft. Generell aber hat man das Gefühl, die Presse sei dir wohlgesonnen. Hast du gute Erfahrungen mit der Presse oder bleiben da Wünsche übrig?
PR Ich kann nicht klagen, ich wurde von der Presse meistens gut behandelt. Aber es gibt doch einige Punkte, die ich schwierig finde. Das Fokussieren auf diesen Personality-Kult habe ich schon genannt. Schwierig finde ich auch, dass auf Vorschläge, die ich einbrachte, häufig geantwortet wurde: Die Chefin oder der Chef sind dagegen, weil die Leser es nicht wollen. Die Schreibendem sagen einem also, was die Leute wollen, aber das ergibt ja eine Pattsituation. Wie sollen denn die Leute etwas wollen, wenn man ihnen immer nur das bringt, was man denkt, dass sie wollen? Früher war die Presse ein Teil der Arbeit, eine Brücke zwischen Werk und Publikum - Vermittlung ist extrem wichtig. Früher waren der Presse meine Ideen willkommen, aber je bekannter ich wurde, umso autoritärer ist sie mir begegnet. Änderungswünsche meinerseits wurden immer weniger berücksichtigt.
CJ Was wünscht du dir von der Presse?
PR Mehr Informationen über die Werke von Künstlern und Künstlerinnen mit eigenen, sehr subjektiven Interpretationen. Die Beschäftigung mit dem Kunstmarkt und mit all diesen Nebengeräuschen empfinde ich als Faulheit. Es gibt viele Journalisten, die nicht wirklich selbst eine Idee entwickeln, sondern einfach mit «copy paste» vorgehen.

Inspiration
BP In Interviews nimmst du auch oft Stellung zu Dingen, die nicht unmittelbar mit Kunst zu tun haben. Wie informierst du dich, welche Zeitungen liest du, welche Bücher?
PR Ich gebe mir Mühe, möglichst keine Zeitungen mehr zu lesen, weil ich es oft schade um die Zeit finde. Aber ich lese, wenn möglich, jede Woche den von meinem Mann abonnierten Economist, vor allem auch die Doppelseite «the world in short». Die Zeitung ist superliberal, extrem fundiert, sehr sorgfältig recherchiert - und lustigerweise anonym. Man weiss zwar, wer die Redaktion ist, aber die einzelnen Artikel sind nicht signiert. Dahinter steht die bewusste Entscheidung, das Gewicht auf den Inhalt und nicht auf die Eitelkeit der einzelnen Schreibenden zu legen. So wird zudem verhindert, was allzu häufig der Fall ist, dass Journalisten vor allem für andere Journalisten schreiben, statt für eine breite Leserschaft. Aber das ist eigentlich immer so: Die Künstler arbeiten für andere Künstler, Musiker für andere Musiker. Man arbeitet immer vor allem für das Fachpublikum.
Ansonsten bin ich Wikipedia-süchtig, versuche beispielsweise mit meinem Sohn den grössten Wal zu finden. Ich lese auch gern populäre Wissenschaftsbücher, im Moment gerade: «An den Gestaden des Mittelmeeres» von Paul Theroux und «Farbe: warum wir sie sehen, wie wir sie sehen» von Karl Schawelka.
BP Sprichst du mit anderen über deine Arbeit?
PR Früher viel mehr als heute. Heute habe ich ein Kind, ich mache meine Arbeit und gehe nach Hause. Das Künstlercommunity- mässige, die zufälligen Treffen, Bekanntschaften werden weniger, wenn man älter wird. Am liebsten führe ich Gespräche über Spielfilme oder neue Techniken. Ich habe keinen Fernseher, schaue aber gerne Filme im Kino an.Mich interessieren Wahrnehmungsfragen. Wir sehen ja drei Mal verschieden, jetzt so wie wir hier sitzen. Und Räume, Spielfilme, Kunstwerke sind ein verzweifelter Versuch, so zu tun, als würden alle das Gleiche sehen. Im Film gelingt das eher, weil in einem Film Tausende von Stunden komprimiert verarbeitet sind. Aber das ist natürlich auch eine Illusion, dass wir die Bilder dann gleich sehen. Und wir sehen ja auch nur, was wir sehen können. Das ist wie bei einem Wort, das man neu lernt und dem man dann plötzlich überall begegnet: Man sieht nur, was man schon weiss.

Zürich
BP Du hättest nach dem Jahr in Los Angeles nach New York oder Berlin gehen können. Warum bist du nach Zürich zurückgekommen?
PR Geschützte Werkstatt. Die Schweiz ist extrem gepampert, sturzsicher, alles klappt, die Leute sind freundlich, selbstverantwortlich. Durch den Föderalismus fühlt sich jeder für die noch so kleinste Arbeit selbst zuständig. In anderen Ländern wird die Verantwortung dagegen oft weiterdelegiert. Das Leben hier ist sehr praktisch, wir haben gute Schulen und vieles mehr. Mir ist klar, dass wir schlussendlich vom Bankengeheimnis zehren, und innerlich bereite ich mich oft vor, dass es bald nicht mehr so sein wird. Wir gehören wohl zu einer Generation, die so gesichert und mobil lebt, wie es kaum so weiter gehen kann. Wir sind extrem privilegiert.

Angst
CJ Dennoch oder gerade deshalb beschäftigt dich das Thema Angst. Du hast vor einiger Zeit von einem Film von Anders Thomas Jensen erzählt, der wirklich jede Kategorie sprengt, von «Adams Apple», die Geschichte eines furchtlosen Landpfarrers, der sich durch keine noch so widrige Situation von seinen Überzeugungen abbringen lässt. Was interessiert dich an diesem Thema?
PR Mich interessieren speziell die Ängste, die man nicht zum Überleben braucht. Es geht mir nicht um die Angst vor dem Auto beim Überqueren der Strasse, sondern um unnötige Ängste, die ja - wissenschaftlich bestätigt - zunehmen. Mich interessiert dieses Paradox, dass wir, je näher wir beieinander wohnen, desto grössere Probleme haben mit dem Vertrauen. Wir haben Angst, ausgelacht zu werden, nicht zur Gruppe zu gehören, ausgegrenzt zu werden ... Wie die Pest hasse ich Grüppchen, die verschwörerisch beisammen stehen und dir das Gefühl vermitteln: Wir gehören total zusammen und du bist nicht dabei. Untersucht man dann die Gruppe, ist kaum ein Zusammenhalt vorhanden, ausser dem der Ausgrenzung der anderen. Ein weiteres Thema ist die Selbstzensur. Nicht dass ich da viel weiter wäre und mir nicht überlegen würde, was Leute von mir denken. Ich bin nicht «befreiter», betrachte die Situation aber vielleicht genauer. Mich hat schon immer interessiert, wie wir uns selbst einschränken und wie hart wir zu uns sind. Das hat viel mit Ritualen zu tun.
CJ Ein Bild, das mir zum Thema Angst einfällt, sind all die schwarz gekleideten Menschen am Zürcher Paradeplatz - uniform wie schwarze Käfer. Was sind Bilder, die dir einfallen zu Angst, denkst du an konkrete Situationen?
PR Die Angst aufzufallen, aus der Reihe zu tanzen, den anderen schon allein mit der eigenen Existenz zuviel zu sein. Schwarz deute ich als ein Sich-Zurücknehmen, Nicht-Dasein, Keine-Aufmerksamkeit- Erregen-Wollen. Wer sich schwarz kleidet sagt aus, dass die wahren Werte innen liegen und nicht im Äusseren, dass man sehr gescheit ist und alles im Griff hat ...
BP In einem Interview sagst du, gegen die Angst könne helfen, milde gegenüber sich selbst zu sein. Uns sind Begriffe wie Barmherzigkeit und Religiosität mit Blick auf deineWerke durch den Kopf gegangen. Hat deine Arbeit mit Erlösung zu tun?
PR Wenn man die Wertung nicht auf die äusseren Ängste legt, sondern auf eine innere Stärke, auf eine Unabhängigkeit, die nichts mit der Bewertung der anderen zu tun hat, dann wird es natürlich spirituell.

Farben
CJ Du hast eine sehr eigene Weise, mit Farben zu arbeiten, beispielsweise in der Installation in der Kirche San Stae in Venedig: Gerade weil unser städtischer Alltag immer grauer wird, erscheinen die Farben in deinen Werken wie ein Gegenpool.
PR In unserer Kultur - ich zitiere jetzt aus dem Superbuch «Chromophobie» von David Batchelor, habe aber Ähnliches schon immer vermutet - werden die Form und der Strich, Weiss und Schwarz als wichtiger betrachtet, als die Farbe. Das hat auch mit der christlichen Tradition zu tun, welche den Geist über den Körper setzt. In der Aufklärung wurde Farbe als gefährlich betrachtet, als unklar, zu emotional, zu weiblich, zu rauschhaft, nichtin- den-Griff-zu-kriegen, minderwertig. In der Installation in San Stae ist die Farbe das Versöhnliche: Die Decke ist ja das Symbol für den Geist, der über den Körper hinauswachsen soll, weg von der Erde zu Gott. Indem ich diese durch Farben gebildet habe, verweist sie wieder auf das Körperliche oder das Innerkörperliche.
Wenn unsere Städte immer grauer werden, so hat dies auch praktische Gründe, insofern wir es uns nicht leisten können, schwülstig und farbig zu bauen. Auf der anderen Seite ist es heute die Werbung, welche in erster Linie die Farbe besetzt - wodurch diese eine zusätzliche Wertminderung erfährt. Die Farbe wird mehrfach schlecht behandelt, mit primitiven Kulturen oder mit tiefen sozialen Schichten verbunden, mit demWeiblichen. Das versuche ich zu ignorieren, ebenso die mögliche Strafe.
CJ Was wäre die Strafe?
PR Dass man sagt, meine Arbeit sei zu wenig ernsthaft, zu wenig theoretisch.

Fehler
CJ In einem deiner ersten Interviews sprichst du vom Reiz des «Unsauberen» in Bezug auf die Technik. Du sagst, dass diese technischen Fehler auch immer das Menschliche spiegeln. Mittlerweile bist du technisch äusserst raffiniert. Kann dich die Technik noch überraschen?
PR Die digitalen Fehler sind leider viel abstrakter, als die analogen. Wenn etwas nicht klappt, dann klappt oft nichts mehr. Das Digitale basiert ja nur noch auf einem Code und die Fehler sind bereits so ausgemerzt, dass - wenn das System eine Fehlinformation erkennt - du das Bild gar nicht mehr sehen kannst. Es gibt auch keine Generationenverluste mehr, das heisst eine Kopie ist identisch mit der Vorlage. Beim Analogen war eine Übertragung immer mit einem Verlust verbunden, wie eine Fotokopie, die immer schwächer wird.
CJ Mir geht es umdie inspirative Kraft von Fehlern. Überrascht dich die Technik noch, wird sie zum Manierismus, wenn man sie total kontrolliert?
PR Je mehr du sie im Griff hast, desto weniger hat sie dich im Griff. Man kann ja nicht verhindern, dass man mit der Zeit über mehr Knowhow verfügt und Unschuld verliert. Ich trauere manchmal der analogen Zeit nach, einer gewissen Unschärfe oder dem Ausbluten, ähnlich demjenigen, wenn ich jetzt die Augen schliesse und alles zu leuchten beginnt. Es ist ja ziemlich wild, was man da sieht, die Farbflächen, wie Negativeffekte. Analog kam ich näher an diese körperlichen Bilder heran. Ich muss nun einen grösseren Aufwand betreiben, umin das Unbewusste der Bilder zu gelangen. Was mich seit zwei Jahren beschäftigt, ist der Umstieg von Standard-Definition auf High-Definition. Wenn man eine Woche mit High-Definition gearbeitet hat und wieder zu Standard zurückkehrt, hat man das Gefühl, alles sei extrem unscharf. Man realisiert, dass wir jetzt Jahrzehnte Fernsehen geschaut haben in einer Definition, die extrem unscharf ist. Unser Hirn macht aus diesen läppischen Pünktchen aber ein Superbild. In 20 Jahren werden wir, wenn wir ein heutiges Video anschauen, denken, es sei ein Aquarell. Dieses kommt der Wahrheit ja oft näher als ein gestochen scharfes Bild, nicht wahr?

Einzelausstellungen 2008: FACT Foundation for Art & Creative Technology, Liverpool/GB, 27.6.-31.8. MIMOCA Genichiro-Inokuma Museum of Contemporary Art, Marugame/JP, 13.7.-13.10. MOMA Museum of Modern Art, New York NY/US, 19.11.-2.2.2009
Vorschau 09: Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam/NL und release erster Spielfilm «Pepperminta Colornoise»
Ausgewählte Gruppenausstellungen 2008: Castello di Rivoli, «A Room On One's Own», Torino/IT Art Centre Hå Gamle Prestegård, «On the edge», Stavanger/NO MUCA Museo Universitario de Ciencias y Arte, «Implications of the Image», Mexico City/MX Kunsthaus Meran, «Vote for Women», Merano/IT Pinakothek der Moderne, «Female Trouble», München/DE
Liste der MitarbeiterInnen:
Kernteam: Rachele Giudici, Davide Legittimo, Markus Huber Recabarren, Thomas Rhyner.
Spitzenpraktikantinnen: Aline Maas, Felice Cavuoto und Nici Jost
Regelmässige Kollaborateure: Käthe Walser, Remo Weber, David Lang, Anders Guggisberg und andere unregelmässiger. Botschafterinnen und Produzentinnen: Karin Seinsoth und Cornelia Providoli von Hauser & Wirth Zürich London Pipilotti Rist (*1962 in Grabs im Rheintal) lebt und arbeitet in Zürich und in den Schweizer Alpen.
Aktuelle Publikation: Pipilotti Rist, Herzlichen Glückwunsch, Katalog zur Ausstellung mit Magasin 3, Stockholm, Lars Müller Publisher, Baden, 2007 Hara Museum of Contemporary Art Tokyo, Karakaracan, 2007, Künstlerpublikation, eine Blechbüchse mit 16 Postern und Büchlein, Design: Thomas Rhyner NZZ Folio, Mai 2008, Interview mit Gudrun Sachse

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