Florian Bühler

Florian Bühler · Self-Portrait and Fruit Still-Life All in One, 2009

Florian Bühler · Self-Portrait and Fruit Still-Life All in One, 2009

Hinweis

Florian Bühler

Florian Bühler (*1983, Lugano) wirft sich in die Pose von Michelangelo Caravaggios «Bacchus», um 1595. Das Konterfei des Künstlers ist in «Self-Portrait and Fruit Still-Life All in One», 2009, mit dem Bildvokabular des Fruchtstilllebens verquickt. Von einem gesunden Selbstwertgefühl zeugen Bühlers Selbstporträts als smarter Juppie in weissem Hemd oder in Untersicht mit rotem Pinsel im Mund. Die Porträts des jungen Zürcher Künstlers stehen in der klassischen Stilllebentradition. Auch in den äusserst realistischen Intérieurs und Alltagsszenen trifft man auf Allegorien und Versatzstücke aus der Volkskultur, der Kunstgeschichte oder aus Computergames. Als Maler hübscher Dinge inszeniert sich Bühler auf einer Art Visitenkarte mit einer Anordnung der disparatesten Gegenstände wie Parfumflasche, Spielzeugauto, Sparschweinchen, Tab für Geschirrspüler und vielem anderem mehr. Damit will er wohl nicht nur beweisen, wie gekonnt er die unterschiedlichen Materialien in einer intensiven, frischen Farbigkeit umsetzen kann, sondern bezieht sich auch auf die Ästhetik von Verkaufskatalogen und der Game-Industrie. Von der Inszenierung eines technoiden Charakters bis zur Atmosphäre einer jugendlichen, träumerischen Romantik reizt Bühler stilistisch und motivisch eine breite Klaviatur aus, die mit einer Pop-Art-Attitüde aufgepeppt ist.

Bis 
15.05.2009
Künstler/innen
Florian Bühler
Autor/innen
Dominique von Burg

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