«Ja, nein, vielleicht»

Wilhelm Schlatter · Hl. Sebastian, 2009, aus: o.T. - sind wir nicht alle Heilige?, Inkjet auf Alu, 86 x 120 cm

Wilhelm Schlatter · Hl. Sebastian, 2009, aus: o.T. - sind wir nicht alle Heilige?, Inkjet auf Alu, 86 x 120 cm

Hinweis

«Ja, nein, vielleicht»

Das Projekt «Ja, nein, vielleicht» verweist auf Sozialphänomene unserer Zeit: Multioptionalität versus Finanzkrise. Wie entscheiden, wenn es zu viel oder doch gar nichts zu wählen gibt? Die F+F Schule für Kunst und Mediendesign Zürich und das Kunstmuseum Thurgau liessen 30 junge Künstler diesen Fragen nachgehen. Dabei könnte der Ort der Auseinandersetzung kontrastierender nicht sein: Die Kartause Ittingen spiegelt die Entschiedenheit eines Schweigeordens wider, eines Lebens jenseits von Sprache, Wahlviel­-falt und Sozialdruck. Der Künstler Ron Temperli greift die Gegensätze auf, indem er der kargen Ausstattung einer Mönchsklause sorgfältig geschnitzte Gegenstände aus seinem eigenen Alltag hinzufügt. Roman Bolliger opponiert Comic-Helden gegen Heiligenikonografien der Kartause. Und auch die Künstlerin Silvia Popp verknüpft Gegensätzliches: wartet und schweigt mit Godot, geht und spricht in ihren Videoperformances. Einige der Beiträge, die von den Künstlern Christian Ratti und Lena Huber aus Zürich begleitet wurden, stellen die vorgeführte Idylle der Kartause Ittingen provokant infrage. Anderen Werken liegen eine analytische Recherche oder überraschende Querbezüge zur eigenen Lebenswirklichkeit zugrunde.

Bis 
09.05.2009

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