Julia Kröpelin

Julia Kröpelin · Leda, 2009, Mixed Media, ca. 250 x 270 x 280 cm

Julia Kröpelin · Leda, 2009, Mixed Media, ca. 250 x 270 x 280 cm

Hinweis

Julia Kröpelin

Julia Kröpelins (*1967) bildhauerische Arbeiten sind plastische Ereignisse, die sich ihren eigenen Raum in jedem Moment neu zu schaffen scheinen. Bei «Leda» sind Versatzstücke des realen Lebens explosionsartig zergliedert und in quasi eingefrorene Bewegungen zerlegt. Anspielungen auf die mythische Geschichte von Leda mit dem Schwan mischen sich mit Fragmenten zeitgenössischer Ästhetik - Turnschuhen, einer Jeanshose -, die jedoch weitgehend uneindeutig bleiben. Dort, wo der Körper Volumen suggeriert, erweist er sich von der anderen Seite als leere Hülle. Die Zerstückelung der Form führt zu einer Dynamisierung der Skulptur, die bis an die Grenze ihrer Auflösung reicht. In der Galerie kombiniert die Bildhauerin ihre plastischen Arbeiten mit neueren Zeichnungen. Sie arbeitet mit Bleistift, Grafit und Skalpell auf grundierter Leinwand, schleift einzelne Partien immer wieder ab und trägt weitere Schichten auf. Die so entstehenden Landschaften sind imaginative Welten, Naturansichten, die gleichzeitig den Blick in Organismen zu öffnen scheinen. Wasser, Pflanzen, Berge, Aderngeflecht verschmelzen in zeichnerischer Fabulierlust, die zwischen Tiefenräumlichkeit und Nähe schwankt und Innen- und Aussenansichten miteinander verbindet.

Bis 
02.05.2009
Künstler/innen
Julia Kröpelin

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