Owen Land, «Dialogues»

Owen Land · Dialogues, 2007-2009, DVD, 120'. Courtesy Office Baroque Gallery

Owen Land · Dialogues, 2007-2009, DVD, 120'. Courtesy Office Baroque Gallery

Hinweis

Owen Land, «Dialogues»

Die Perforation des Filmstreifens zieht durchs Bild, Randmarkierungen blitzen auf und dunkel flackern die Staubpartikel. Zu sehen ist, was der Titel verspricht, «Film in Which There Appear Edge Lettering, Sprocket Holes, Dirt Particles, etc.». Die Kunsthalle Bern zeigt mit «Dialogues» eine repräsentative Auswahl aus dem Schaffen des amerikanischen Experimentalfilmers Owen Land. Der 1944 als George Landow geborene Land gehört mit Michael Snow, Hollis Frampton und Paul Sharits zu den Wegbereitern des strukturellen Films. Feste Kameraeinstellung, Flicker-Effekte, Endlosschleife und die mechanische Bearbeitung des Zelluloids wie schmelzen, kleben und zerkratzen waren die Verfahren dieses in den 1960er Jahren aufkommenden Genres. Die so generierten Bilder sollten die Wahrnehmungsbedingungen hinterfragen und neue Sichtweisen ermöglichen. Die Schau in Bern versammelt 13 Filme unterschiedlichen Stils, von den frühen formalen Experimenten der 1960er Jahre über die assoziativen Montagen der 1970er und 1980er Jahre bis zum zweistündigen Spielfilm «Dialogues», 2007-2009. Dieser autobiografische Film ist Lands jüngstes Werk und besteht aus kurzen ironischen Episoden über Sex, Religion und Kunst mit zahlreichen Verweisen auf seine früheren Arbeiten.

Bis 
16.05.2009
Künstler/innen
Owen Land
Autor/innen
Pablo Müller

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