Pier Paolo Pasolini, «Wer ich bin»

Dominique Müller, Detlef Weitz · 12 Kanal Videoinstallation, 2009

Dominique Müller, Detlef Weitz · 12 Kanal Videoinstallation, 2009

Hinweis

Pier Paolo Pasolini, «Wer ich bin»

Nicht nur als Regisseur sozialkritischer und teilweise sehr umstrittener Filme wie «Accattone - Wer nie sein Brot mit Tränen ass» von 1961 oder «Die 120 Tage von Sodom» von 1975 hat er sich einen Namen gemacht: Pier Paolo Pasolini (1922-1975) wurde auch als Lyriker, als Autor von Romanen, Essays und Kolumnen sowie als Zeichner und Maler bekannt. Und nicht nur seine Homosexualität provozierte die italienische Gesellschaft, sondern auch der spezifische, aufs Archaische fokussierende Blick auf die Dinge, jenseits gängiger Normen.Bis heute wurde Pasolinis gewaltsamer Tod nicht aufgeklärt. Der Ausstellung dient ein autobiografischer Text als Leitfaden,das Gedicht «Poeta delle ceneri», das den Arbeitstitel «Who is me» trägt. Pasolini liefert darin die 24 Stichworte und Zitate, die durch Manuskripte, Briefe, Erstausgaben, Zeitungsartikel, Fotografien, Zeichnungen und Bilder in der Ausstellung visualisiert werden. Eine mit zwölf Leinwänden raumgreifende Videoinstallation von Detlef Weitz und Dominique Müller stellt die Multi- und Transmedialität Pasolinis in den Vordergrund. Zugleich wird die inhaltliche Spannweite vermittelt: der beschaulich-melancholische Narziss der frühen Lyrik, der unorthodoxe und militante Marxist der 1950er- und 1960er-Jahre, der bitterböse Gesellschaftskritiker der späten Kolumnen.

Bis 
31.05.2009
Künstler/innen
Pier Paolo Pasolini

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