Simon Dybbroe Møller

Simon Dybbroe Møller · Mass, Weight and Volume (Fallen into Place), 2008, Stahl, Grösse variabel. Courtesy Francesca Minini

Simon Dybbroe Møller · Mass, Weight and Volume (Fallen into Place), 2008, Stahl, Grösse variabel. Courtesy Francesca Minini

Hinweis

Simon Dybbroe Møller

«Learn to read art»: So lautet ein bekanntes Statement Lawrence Weiners. Simon Dybbroe Møller tut in seiner Arbeit genau das: Seine Werke sind eine subjektive, oft ironisch angelegte Relektüre bestimmter, meist konzeptueller Positionen. Die Referenzen reichen von Minimal bis Konstruktivismus, mit Bezügen zu Robert Morris, Dan Flavin, John Cage, aber auch zu Design, Architektur und Literatur. Møller verwendet die ästhetische Sprache seiner Vorbilder, die er paraphrasiert, persifliert und in etwas völlig Neues münden lässt. Die Parallel-Ausstellungen «Kompendium» und «Appendix» bilden Møllers bisher umfassendsten Präsentationen und führen diese Strategie eindrucksvoll vor. Für «Mass, Weight and Volume (Fallen into Place)», 2008, in Hannover - eine Reverenz an John Cage oder Richard Serras «Prop Pieces» - liess Møller 32 Mikado-Stäbchen im Modell des Ausstellungsraums fallen und nahm vor Ort die massstabsgerechte Rekonstruktion in Stahl vor. Indem er den Zufallswurf zur Rauminstallation monumentalisiert, formuliert er auch eine selbstironische Parabel über die Sprachen der Kunst: Hier hält sich alles gegenseitig, und eine falsche Bewegung genügt, um die Installation in sich zusammenstürzen zu lassen. Man muss eben am richtigen Punkt ansetzen.

Bis 
16.05.2009
Institutionen Land Ort
Frankfurter Kunstverein Deutschland Frankfurt/M
Kunstverein Hannover Deutschland Hannover
Autor/innen
Jens Asthoff
Künstler/innen
Simon Dybbroe Møller

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