Valentin Magaro

Valentin Magaro · Tusche auf Papier/Collage, 84 x 119 cm, 2009

Valentin Magaro · Tusche auf Papier/Collage, 84 x 119 cm, 2009

Hinweis

Valentin Magaro

Ein Knochenmann reitet auf einem Holzpferd, drei kopflose Michelin-Maskottchen singen eine Melodie, aus dem Riesenmaul eines überdimensionierten Hundes hängen Frauen- oder Kinderbeine, und ein mit einem Riesenmesser bewaffnetes, grimmig blickendes Mädchen verfolgt eine elegante Frau. Der Winterthurer Künstler Valentin Magaro (*1972) schildert in einem hoch präzisen und versierten Zeichnungsstil kaum durchschaubare, albtraumartige Welten. Die bald realistisch-alltäglichen, bald surrealen Motive sind aus einzelnen Zeichnungen zusammengesetzt. Die Figuren halten sich in unwegsamen Architekturen auf, die puzzleartig ineinander verschachtelt sind. In eigenartigen Perspektiven sind die Hausfassaden und Innenräume miteinander verschränkt. Die Mauern sind partiell weggelassen, sodass, wie in Puppenstuben, Einblick ins Hausinnere gewährt wird. Narrative Versatzstücke erscheinen simultan. Sie sind in geometrisch-ornamentale und architektonische Kompositionen eingebunden, die sich in einer einzigen Raumperspektive vereinen. In der Ausstellung sind die Zeichnungen mit architektonischen Modellen aus gefaltetem, bedrucktem Papier kombiniert, wodurch Einblick in die Syntax dieser funktionslosen Fantasiebauten gewährt wird.

Bis 
23.05.2009
Autor/innen
Dominique von Burg
Künstler/innen
Valentin Magaro

Werbung