Eva Kotátková

Eva Kotátková · Unlearning instincts, 2013

Eva Kotátková · Unlearning instincts, 2013

Hinweis

Eva Kotátková

Es ist passend, dass Eva Kotátková ihre Geschichte der Lerngewalt in Rurart erzählt, einem Kunstzentrum mit Anschluss an eine Landwirtschaftsschule. Aus Käfigbetten, einem riesigen Buch voller Lern-Collagen, einer mit Spiegeln vervielfachten Wandzeichnung und einem unheimlichen Schattentheater hat sie eine Kaspar-Hauser-Szenerie im Geiste Peter Handkes erstellt. Wo der mit «Sprechfolterung» zeigte, «wie jemand durch Sprechen zum Sprechen gebracht werden kann», führt Kotátková vor, wie Bilder zum Sehen bringen. Die Tschechin erregte 2011 Aufmerksamkeit durch ihre Installation zwischen Folterkammer und Bibliothek auf der Lyon-Biennale. Mit ‹Unlearning instincts (ou l'art de l'éducation)› treibt sie nun ihre Archäologie der Bücherbildung und -verbildung weiter, richtet Wände voller Collagen und Zeichnungen ein, auf denen Tiere, Kinder, Menschen bedrohlich zerschnitten und neu zusammengesetzt sind. Eine Welt der Buchdidaktik saugt das Publikum ein. «Die Objekte sollen körperlich erfahrbar machen, wie Lernprozesse mit Bedrohung und Unterdrückung verbunden sind», sagt sie. Dabei sperrt sie die didaktischen Illustrationen mit Zeichnungen ein, wiederholt die Gewalt, die sie erzählt. Und entlässt die Bilder in ihr eigenes Reich, das der Kunst.

Bis 
11.05.2013
Institutionenabsteigend sortieren Land Ort
Kunstverein Braunschweig Deutschland Braunschweig
Ausstellungen/Newsticker Datumaufsteigend sortieren Typ Ort Land
Eva Kotátková 09.03.201312.05.2013 Ausstellung Braunschweig
Deutschland
DE
Künstler/innen
Eva Kotátková
Autor/innen
J. Emil Sennewald

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