Christian Gonzenbach

Christian Gonzenbach · Fracking, 2014, EPFL

Christian Gonzenbach · Fracking, 2014, EPFL

Hinweis

Christian Gonzenbach

Wie verwandelt man Dreck in Gold, alltägliche Güter in Kunst, vermischte Meldungen in Poesie? Der Genfer Plastiker Christian Gonzenbach (*1975) findet mittels unablässiger Manipulationen von Objekten und Materien immer wieder erstaunlich offensichtliche Antworten. So hat er aus trivialen Büsten bizarre Skulpturen geformt, Plastikverschalungen zu Rohrschachtests aufgeklappt oder gestrandete Walkörper in Form von überwachsenen Grabhügeln nachgebildet. Als Artist in Residence der EPFL ist er zu Beginn des akademischen Jahrs auf seriösere Experimente umgestiegen. So versuchte er den fliessenden Formen habhaft zu werden, indem er Aluminium in speziell leichten Sand goss. Witzig setzte er die korallenartigen Gebilde dann wie Springbrunnen auf Kupferröhren und Betonsockel vor das salbungsvolle Rolex Learning Center. Und wie man sich zurzeit in seiner leider bald schliessenden Galerie SAKS in Genf überzeugen kann, drückt dieser wunderbare Zug auch in weiteren Arbeiten durch. In den - einem rodinschen Pathos nicht nachstehenden - Skulpturen ist diesmal der Weg geschmolzener Messingnippes durch Styroporquader in buntem Beton nachgegossen.

Bis 
30.07.2015

Art en Plein Air, Môtier; Skulpturenbiennale Weitertal

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