Aqua

Eduardo Srur · Hora da Onça Beber Água, 2014/2017, Courtesy Arte 3, São Paolo

Eduardo Srur · Hora da Onça Beber Água, 2014/2017, Courtesy Arte 3, São Paolo

Hinweis

Aqua

Eduardo Surs Installation ‹Hora da Onça Beber Água› (sinngemäss auf deutsch: «Die Stunde, in der eine Entscheidung zu treffen ist») auf der Île Roussau lockt hoffentlich u.a. Leute, die in den Privatbanken und Familienbüros an den Gestaden der Rhone ein und aus gehen, in die von Adelina von Fürstenberg kuratierte Ausstellung ‹Aqua› ins Château de Penthes. Würde auf dem ganzen Planeten ökoverträglicher investiert, statt dass wir mit etwas Biogemüse u.a. unser Gewissen beruhigen, wäre vielleicht noch alles zu gewinnen. So aber... verdammt!
Die Ausstellung hat in der Tat nicht nur das Verdienst, mit meditativen Arbeiten wie Emilia und Ilya Kabakovs WC-Häuschen mit Blick auf das Seewasser eine ganzheitlichere Beziehung zum Wasser zu stimulieren. Mit Installationen wie Stefano Boccalinis ‹PublicaPriavata› zur Frage, wem das Wasser gehört, oder Nogoritoshis ­Hirakawas ‹Harukasakura› zur Verseuchung durch Fukushima mobilisiert ‹Aqua, Art for the World› auch dezidiert politisch. Da ist zu verzeihen, dass das Spektakel des Wassers, das die Kunstschaffenden stets fasziniert hat, nur vereinzelt erscheint, so etwa in George Pusenkoffs oder Luca Pancrazzis Gemälden.

Bis 
02.07.2017

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