Gaudenz Signorell

Gaudenz Signorell · Freude am Unsinn, 2012
 

Gaudenz Signorell · Freude am Unsinn, 2012

 

Hinweis

Gaudenz Signorell

Chur — Lange sei er ein «artists’ artist» gewesen, sagt Stephan Kunz, der als Co-Direktor und künstlerischer Leiter des Bündner Kunstmuseums aktuell die erste umfassende Retrospektive zu Gaudenz Signorell (*1950) präsentiert. Sie bringt dem gebürtigen Churer Fotografen, gestützt auf die langjährige Vorarbeit des lokalen Galeristen Luciano Fasciati, nun breitere Aufmerksamkeit. Was wir im unterirdischen Ausstellungssaal des Museumsneubaus allerdings antreffen, ist nicht das, was wir bei «Fotografie» nach wie vor erwarten: Expressive, bunt malerische Gestik prägt die Reihe ‹Freude am Unsinn› von 2009/10, die schemenhaften Lichtspuren der fast schwarz-weissen ‹Abtastungen› von 1989 regen die Fantasie an, die ‹photo-graphiques (L’Anima)› von 1989/2015 bannen mit den landschaftlich anmutenden Flecken eines Malkastens den Blick. Eindrücklich zeigt die Schau: Da arbeitet einer konsequent am Bild statt am Abbild. Seit den späten Siebzigern hat Signorell mit unkonventionellen Methoden seine künstlerische Forschung in Serien entwickelt, hat Bildnegative und Abzüge bearbeitet, überlagert, vergrös-sert beschnitten und farblich manipuliert. Ein umfangreiches Archiv von eigenen Fotos, in das die Ausstellung ebenfalls Einblick gewährt, dient ihm als Fundus, der, wie er sagt – zum Glück – noch lange nicht versiegt ist.

Bis 
27.05.2018
Ausstellungen/Newsticker Datum Typ Ort Land
Gaudenz Signorell 24.02.201827.05.2018 Ausstellung Chur
Schweiz
CH

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