Töffliland Schweiz im Bellpark

«Töfflibuebe» Hergiswil NW, 2004, Foto: Dominik Sachs

«Töfflibuebe» Hergiswil NW, 2004, Foto: Dominik Sachs

Hinweis

Töffliland Schweiz im Bellpark

In der Schweiz, so heisst es, kommen die Kinder mit Skiern zur Welt, in Italien mit einem Töffli. Das scheint nicht ganz zu stimmen, denn in Kriens findet nun eine Ausstellung statt, welche die Bedeutung des Töfflis auch für die Schweiz reklamiert. Das Museum im Bellpark, für seine eigensinnigen und intelligenten Ausstellungen bekannt, ist einmal mehr dem Agglofeeling auf der Spur, das sich auch ins Thema Töffli einschleicht. Denn - so der Pressetext - das Mini-Motorrad ist ein «zuverlässiges Transportmittel gerade im zähflüssigen Aggloverkehr». Das Töffli nimmt die erste Stufe der individuellen Motorisierung ein, ist für alle erschwinglich und also weit verbreitet. Ob Pendler, Pöstler oder Bergbauer, das Töffli erfüllt überall seinen Zweck. Zudem ist es wichtiger Faktor der Jugendkultur, «ein Beschleuniger, der aus der elterlichen Obhut weg führt». Man kann es den eigenen Bedürfnissen anpassen, indem man es in der Werkstatt frisiert und schmückt. Im Bellpark stellen zwei Töffli-Sammler nicht nur ihre Bestände vor, sie richten zudem eine Werkstatt ein. Auch im migros museum in Zürich wurde vor nicht langer Zeit eine Werkstatt zur Schau gestellt, der Künstler Rirkrit Tiravanija liess damals sein eigenes Auto wieder herstellen. In Kriens sind weiterhin die Töffli-Forscher Nils Blättler, Filip Erzinger und Daniel Infanger engagiert. In Bild und Ton dokumentieren sie die Töfflikultur.

Bis 
09.07.2005

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