«Les jeux sont faits» in der Kunsthalle Palazzo

Katja Lohers · Schachspiel, 2007, Videoarbeit

Katja Lohers · Schachspiel, 2007, Videoarbeit

Hinweis

«Les jeux sont faits» in der Kunsthalle Palazzo

Inspiration für die Ausstellung mit Katja Loher, Sirous Namazi, sowie John Wood & Paul Harrison sind Glücksspiele und die Texte Samuel Becketts. In ihnen sind Besitz und Verlust, Erfolg und Scheitern, Topoi des Lebens, eingeschrieben. Nach «rien ne va plus» geht im Roulette nichts mehr und das Schicksal nimmt seinen Lauf, der Ausgang bleibt ungewiss.
Katja Loher inszeniert in ihrer Videoinstallation ein Schachspiel mit lebenden Figuren und thematisiert damit Machtverhältnisse, Abhängigkeiten und den Kampf um gute Positionen.
Die aus Basel stammende Künstlerin hat selbst Regie geführt und die Kostüme hergestellt, die als autonome Objekte in der Ausstellung zu sehen sind. Der in Schweden aufgewachsene Iraner Sirous Namazi, der auf der Biennale in Venedig Arbeiten im nordischen Pavillon zeigt, inszeniert mit einem Objekt symbolhaft einen Balkon mit Parabolantenne, um die Diskrepanz zwischen Anonymität und globaler Vernetzung - die oftmals im anonymen Wohnraum einer vorwiegend ausländischen Bevölkerung anzutreffen ist - zu thematisieren. Das englische Duo Paul Harrison und John Wood, das nie live auftritt, thematisiert in seinen Videos absurde Situationen, wie sie in den Dramen Samuel Becketts vorkommen. Von oben sieht man in eine white box, die sie als ihr Spielfeld definieren. Darin inszenieren sie Kalkulation, Zufall und Absturz. Das Scheitern als Conditio sine qua non.

Bis 
16.06.2007

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